Das Quartär Von 2,6 Mio Jahren bis heute Entwicklung des Menschen Das Quartär ist der jüngste Zeitabschnitt der Erdgeschichte. Es ist das jüngste Eiszeitalter und die jüngste Epoche der Erdgeschichte. Mittlere Bodentemperatur: ca. 11 Grad C (3 Grad unter heutigem Niveau) Die Pflanzenwelt des Quartär entsprach weitgehendst unserer heutigen Flora, wobei die Verbreitungsflächen einiger Arten sich durch die Eiszeiten periodisch verschoben. Ein Beispiel: Birke, Kiefer und Eiche wichen während der Eisvorstöße nach Süden aus, während der wärmeren kamen sie zurück. Das Quartär zeichnet sich dadurch aus, dass um beide Pole herum größere Eisschilde zu finden sind. Diese Eismassen stießen auf der Nordhalbkugel in den Kaltzeiten weit nach Süden vor und banden so viel Wasser. Der Meeresspiegel senkte sich gegenüber den Warmzeiten um 100 m und mehr. Während des gegenwärtigen Eiszeitalters wechseln sich warme und kalte Phasen in einem Zyklus von 100 000 Jahren ab. Das QU. umfasste über 20 Kalt/Warmzeit-Zyklen. Bei einem Vergleich zwischen der aktuellen Warmzeit und der letzten Kaltzeit fällt auf, dass es in der Kaltzeit starke Temperaturschwankungen gab. Die Ursache dafür wird in der Variabilität der Erdbahnparameter gesehen. Die Theorie besagt, dass sich die Erde nicht gleichmäßig wie ein Uhrwerk um die Sonne bewegt, sondern aufgrund der Anziehungskraft durch andere Planeten quasi regelmäßige Abweichungen davon aufweist. Geologie: Durch die Umwandlung von Wasser zu Eis sank der Meeresspiegel allmählich und es bildeten sich Landbrücken und die heutigen Küstenlinien heraus. Zwischen den einzelnen Eiszeiten herrschten allerdings teilweise öfter höhere Temperaturen als heute. Das QU beschreibt die jüngste und gleichzeitig kürzeste Epoche der Erdgeschichte. Das Erscheinen des Menschen auf der Erde ist eine der wichtigsten Entwicklungen. Wissenschaftler unterteilen das QU. In das Pleistozän und das Holozän. QU. Ist auch das Zeitalter der Vereisungen und Vergletscherungen in weiten Teilen der Erde bedeutsam. Der Meeresspiegel sank durch die Umwandlung von Wasser zu Eis und es bildeten sich Landbrücken sowie die heutigen Küstenlinien. Zwischen den einzelnen Eiszeiten herrschten allerdings auch vorübergehend höhere Temperaturen als heute. Trotz seiner Kürze gilt das QU. Als das prägendste Zeitalter der Erdgeschichte, denn nicht nur die Verteilung und Lage der Kontinente nahmen die heutige Ausprägung an, auch die Ablagerungen sind heute auf der Oberfläche erkennbar und prägen das Landschaftsbild. Klima: Die als Eiszeitalter bezeichnete Periode ist von starken Temperaturunterschieden und der Bildung weitflächiger Eisschilde um bei Polkappen geprägt. Durch die Temperaturschwankungen wurde die Erde in warme, gemäßigte und kalte Klimazonen unterteilt. Es sind ca. 30 % der Erdoberfläche von Eis und Gletschern bedeckt. Flora und Fauna: In der frühe Phase des QU. traten die ersten Menschen auf. ( vor ca. 2 Mio. Jahre). Die erste Gattung Mensch war zunächst der homo habilis. Er lebte ausschließlich in Afrika und er fertigte Werkzeuge an und benutzte sie gezielt. Der homo habilis ging noch gebückt und hatte ein geringes Hirnvolumen. Vor geschätzter 1 Mio. Jahre machte er sich auf um andere Kontinente zu erobern, nach Europa und Asien. Vor ca. 200.000 Jahretauchte der homo neanderthalensis in Europa auf. Er hatte sich auf das Leben in der Kalten Zone Nordeuropas eingestellt. Er starb vor 30.000 Jahren aus. Im späten QU. tauchte der Vorläufer des modernen Menschen auf, der homo sapiens. Die Vermutung: er verdrängte den Neanderthaler. Der Homo sapiens war in der Lage seine Umgebung und sozialen Gefüge selbst zu gestalten und beeinflussen. Auch die Tier- und Pflanzenwelt erlebte große Veränderungen und Entwicklungen. Diese wurden vor allem durch die starken Temperaturschwankungen beeinflusst. Bei den Säugetieren kam es zu großen Wanderungen, Viele der heute in Afrika lebenden Tiere (Nashörner, Elefanten, Affen lebten in Europa, bis sie sich nach Afrika und Südasien zurückzogen. Zu den in Europa ausgestorbene Tierarten zählen das Wollhaarmammut, Wollnashorn, Riesenhirsch, Steppenwisent, Höhlenlöwe und die Höhlenhyäne. Man kann sagen, dass bis auf Afrika in allen anderen Erdteilen Tiere über 1000 kg Gewicht ausstarben. Der Anteil ausgestorbener Rasse unter 45 kg Gesamtgewicht ist verschwindend gering. Die Tropen der Alten Welt stellen bis heuteie einzigen Regionen der Erde dar, die über eine starke Großtierfauna verfügen. Die Vegetation passte sich an das zunehmend kühle Klima an und brachte viele neue Arten hervor ( Esche, Ulmen, Tannen.)