Einführung:
Soziologie der
Neuen Medien
Dr. Jochen Dreher, Universität Konstanz
Universität Konstanz
Seminar Reflexionskompetenz:
Soziologie der Neuen Medien
Einführung
1. Einführung in die soziologische Sichtweise
2. Die Verstehende Soziologie Max Webers
3. Die Soziologie Émile Durkheims
4. Soziologie der Neuen Medien
5. Einführung in das Kontextstudium
6. Lernziele
7. Seminarplan
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Soziologie der Neuen Medien
Universität Konstanz
Einführung in die soziologische Sichtweise
− Soziologie ist die Untersuchung des gesellschaftlichen Lebens der
Menschen, sie konzentriert sich auf Individuen, Gruppen und
Gesellschaften
− Sie thematisiert unser eigenes Verhalten und Handeln als soziales
Lebewesen
− Ihr Forschungsgegenstand reicht von der Analyse der Begegnungen von
Einzelpersonen bis hin zur Untersuchung globaler Prozesse
Þ Soziologie zu praktizieren, erfordert die Fähigkeit, sich von vorgeformten
Ideen über das soziale Leben zu distanzieren
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Soziologie der Neuen Medien
Universität Konstanz
Die Verstehende Soziologie Max Webers
− Die Soziologie im Sinne Max Webers ist „eine Wissenschaft, welche
soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und
seinen Wirkungen ursächlich erklären will“.
− Handeln als Grundbegriff der Soziologie wird als menschliches
Verhalten verstanden, wenn die Handelnden mit diesem einen
„subjektiven Sinn“ verfolgen
− In der Tradition der Subjektphilosophie Immanuel Kants wird bei Weber
vom individuellen Subjekt ausgegangen
Þ Das Individuum wird zum zentralen Ausgangspunkt von Soziologie
erklärt
− Davon abgeleitet: Das Seminar versucht zu erläutern, inwiefern
Individuen und soziale Gruppen mit Hilfe der Neuen Medien
kommunizieren.
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Soziologie der Neuen Medien
Universität Konstanz
Die Soziologie Émile Durkheims
− Wie kommt es, dass eine Masse von Einzelpersonen eine Gesellschaft
bildet?
− Auf welche Weise gelingt es diesen Einzelpersonen, einen Konsens als
die Voraussetzung des Lebens in dieser Gemeinschaft herzustellen?
− Durkheim vertritt die Meinung, dass die Arbeitsteilung die Religion immer
mehr als Basis der sozialen Kohäsion ablöste
− Das Kollektivbewusstsein sind die „gemeinsamen Überzeugungen und
Gefühle der Durchschnittsmitglieder einer Gesellschaft“
Þ Bezug zum Seminar: Wie kann ausgehend von den Neuen Medien das
Kollektivbewusstsein beeinflusst werden?
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Soziologie der Neuen Medien
Universität Konstanz
Soziologie der Neuen Medien I
Þ Neue Medien gestern und heute:
- Früher wurden Hörfunk und Fernsehen als neue Medien eingestuft
- Heute: Medien, die Daten in digitaler Form übermitteln oder auf digitale Daten
zugreifen
Neue Medien:
Þ Anwendungen der digitalen Internet-Kommunikation:
- E-Mail
- World Wide Web
- Chats etc.
Þ Werden eingesetzt über folgende ‚Devices‘:
- Laptops
- Tablets
- Desktop Computer
- Mobiltelefone
- Smartwatches etc.
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Soziologie der Neuen Medien
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Soziologie der Neuen Medien II
Þ Erweiterte Lebenswelt durch Neue Medien:
− Grenzen von Raum und Zeit werden überwunden; Bsp.: VideoKonferenzen, Skype-Kommunikation etc.
Þ Vergemeinschaftung ausgehend von den Neuen Medien:
- Bsp.: Neue Freundschaftsformen durch Facebook
Þ Gegenmacht und soziale Bewegungen:
- Bsp. Arabischer Frühling
Þ Politische Kommunikation und Überwachungskapitalismus:
- Fallbeispiel Cambridge Analytica
Þ Computer Gaming: außeralltägliche virtuelle Spielwelten werden durch
die Neuen Medien eröffnet
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Soziologie der Neuen Medien
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Einführung in das Kontextstudium
• Fokusbereiche: Medien, Kulturen, Geschichte,
Gesellschaft, Verantwortung, Kreativität, Recht und
Technologie
Þ Vermittelt wird: ein Denken, das sich selbst zum Gegenstand
macht
Þ Angestrebt wird: eine kritische Reflexion auf die Denkenden
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Einführung: Macht, Wissen und Gesellschaft
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Lernziele: „Three levels of reflective thinking“
Source: Nentwich, Internal Conceptual
Paper, 2013
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Soziologie der Neuen Medien
Universität Konstanz
Lernziele
Folgende Lernziele sollen durch die Seminarteilnahme vermittelt werden:
1. Fähigkeit, eine soziologische Perspektive einzunehmen
2. Lektüre und Interpretation theoretischer soziologischer und
philosophischer Texte (theoretische Reflexion)
3. Anwendung der theoretischen Positionen für die Analyse konkreter
empirischer Phänomene (praktische Reflexion)
4. Reflexion der eigenen Perspektive als ForscherIn, die die
sozialwissenschaftliche Forschung beeinflusst und leitet
(Selbstreflexion)
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Soziologie der Neuen Medien
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Seminarplan I
1. 21.02.24 – Einführung: Soziologie der Neuen Medien
2. 28.02.24 – Virtuelle Netzwerke
3. 06.03.24 – Macht in der Netzwerkgesellschaft
4. 13.03.24 – Lebenswelt und das Internet
5. 20.03.24 – Vergemeinschaftungsformen: „Freundschaft“ und Facebook
6. 27.03.24 – Fallbeispiel „Arabischer Frühling und die Neuen Medien“
Break
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Soziologie der Neuen Medien
Universität Konstanz
Seminarplan II
7. 17.04.24 – Filminterpretation
8. 24.04.24 – Bitcoin und die „Philosophie des Geldes“
9. 01.05.24 – Fallbeispiel „Cambridge Analytica“
10. Sondertermin, Exkursion „Virtual Realities“
11. 08.05.24 – „Computer Gaming“: Zur Ästhetik des Computerspiels
12. 15.05.24 – Abschlussdiskussion/Prüfungsvorbereitung
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22.05.24 – entfällt wegen Dienstreise, Termin wird vorgeholt
Soziologie der Neuen Medien
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Herzlichen
Dank!
Dr. Jochen Dreher
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Jochen.Dreher@uni-konstanz.de
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