DAS HERZ
Aufbau des Herzes
Wichtigste Teile des Herzes
→
linker Vorhof & linke Kammer
→ rechter Vorhof & rechte Kammer
Linker Vorhof: Der linke Vorhof nimmt das sauerstoffreiche Blut aus
der Lunge auf und pumpt es durch die Mitralklappe in die linke
Herzkammer. Linke Herzkammer: Die linke Herzkammer pumpt das
Blut durch die Aortenklappe in die Aorta und in den Rest des Körpers.
In den rechten Vorhof münden die obere und untere Hohlvene.
Sie führen dem Herz das verbrauchte, sauerstoffarme Blut aus dem
Körperkreislauf zu. Vom rechten Vorhof gelangt das Blut in die rechte
Herzkammer. Von dort fließt es über die Lungenarterie
(Pulmonalarterie) in den sogenannten Lungenkreislauf.
5 Fakten über das Herz
Wie groß ist das Herz?
Als bekannte und wortwörtliche „Faustformel“ für die Größe des Herzens kann die eigene geballte
Faust hergenommen werden. In der frontalen Projektion bedeckt die Faust das Herz eigene Herz
nahezu komplett. Ausgenommen sind pathologisch vergrößerte Herzen, die von diesem Vergleich
abweichen könnten. In Zentimeter wird die durchschnittliche Herzgröße bei einem Erwachsenen
mit ca. 15 x 10 cm angegeben. Bei Neugeborenen entspricht die Größe des Herzens in etwa der
einer Walnuss.
Wie schwer ist das Herz?
etwa 300 bis 350 g
ca. 0,5 % des eigenen Körpergewichtes.
Welche Leistung erbringt unser Herz?
Jeden Tag pumpt das Herz bis zu 10.000 Liter Blut durch unsere Gefäße. Dabei schlägt es ganze
60–80-mal pro Minute, also 4.200 Schläge pro Stunde und 100.000-mal pro Tag. Im gesamten
Leben schlägt das gesunde Herz durchschnittlich bis zu 3 Milliarden Mal.
Welche Auswirkungen hat Musik auf das Herz?
Die Musik hat nicht nur Auswirkung auf unsere Stimmung, sondern beeinflusst auch unsere
Herzfunktion. Das heißt also beim Hören von schneller Musik wird auch die Herz-Kreislauf-Aktivität
beschleunigt und das Herz fängt an schneller zu schlagen. Bei ruhiger Musik hingegen senkt sich
die Herzfrequenz.
So kann sanfte Musik also dazu beitragen, den Blutdruck langfristig zu senken, die Herzfrequenz zu
verringern und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Außerdem unterstützt ruhige Musik den
akuten Stressabbau.
Lachen & Herz
Beim Lachen entspannen sich die Herzwände und die Blutgefäße weiten sich. Demnach ist durch
Lachen eine bessere Durchblutung gewährleistet. Dagegen bewirken Angst das Gegenteil: Gefäße
verengen sich und der Blutfluss wird nicht mehr optimal unterstützt.
Außerdem wird beim fröhlichen Lachen in etwa dreimal so viel Sauerstoff eingeatmet, wie im
normalen Zustand. Neben dem Herz-Kreislauf-System wird dabei der Stoffwechsel angeregt und
hunderte Muskeln im Körper aktiviert.
Funktionsweise des Herzes
Mit dem Schlagen unseres Herzens wird Blut in unseren Kreislauf gepumpt, wodurch unsere
Organe, die Muskeln und das Gehirn mit Sauerstoff versorgt werden. Anschließend fließt das Blut
wieder zurück zum Herzen und von dort in den Lungenkreislauf, wo es erneut mit Sauerstoff
angereichert wird.
Blutdruck
Der Blutdruck ist der Druck des Blutes in einem Blutgefäß. Er ist direkt abhängig
vom Herzzeitvolumen und vom Gefäßwiderstand. Er ist in der Aorta am größten und sinkt auf dem
Weg des Blutes durch den Blutkreislauf über Arterien, Kapillaren und Venen immer weiter ab, bis
wieder das Herz erreicht ist. Üblicherweise ist mit „dem Blutdruck“ der Druck in den größeren
Arterien gemeint. In einem gesunden Körper regelt sich der Blutdruck von selbst. Erhöhter
Blutdruck wirkt sich nachteilig auf Gesundheit und Lebenserwartung aus, wird aber oft subjektiv
nicht wahrgenommen. Der Blutdruck sollte daher von Zeit zu Zeit gemessen werden. Der Blutdruck
wird meist in mmHG (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben; innerhalb der EU ist dies auch die
gesetzliche Maßeinheit.
Die Forschungsgeschichte
• Antike dachten Herz Zentralorgan
• Grieche erkannte Gehirn wichtig
• Galen: linke Herzkammer „eingepflanzten Wärme“
• Araber beschrieb 1. richtig
• Anatomisches Herz gezeichnet:
Berengario da Carpi, Leonardo da Vinci, Andreas Vesalius & Godefridus Bidloo
Herzkrankheiten
koronare Herzkrankheit & infolgedessen Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
Herzschwäche (Herzinsuffienz)
Herzrhythmusstörungen
Entzündung der Herzhäute (Perikarditis & Endokarditis)
Herzmuskelentzündung (Myokarditis)