Was ist Sprachphilosophie?
1. „Sprechen – Denken – Wirklichkeit“
Die Sprache ist ein Biologisches Wunder, dass der Mann vom Tier unterscheidet und das menschliche
Potential zur Entwicklung zeigt. Obwohl Sprachen auf der ganzen Welt verwendet werden, bleibt ihr
Ursprung ein Rätsel, das im Laufe der Geschichte verloren gegangen ist. Aus diesem Grund haben
viele große Philosophen Hypothesen darüber aufgestellt. Eine von den Fragen, die sie beantworten
wollten ist, welches Verhältnis zwischen die Sprache, das Denken und unsere Realität besteht.
Der Ursprung der Sprache in Zusammenhang mit dem Denken ist sehr paradoxal. In Rosseaus
Sprachtheorie, z.B., geht es um die Frage, ob die Sprache zuerst erstanden ist, um das Denken zu
ermöglichen, oder das Denken nötig war, um die Sprache zu ermöglichen. Unabhängig davon, was
man darüber denkt, ist aber das Zusammenhang zwischen den beiden offensichtlich.
Die Sprachen, die wir sprechen, prägen die Art und Weise, wie wir denken. Es hilft Wissenschaftlern,
das Geheimnis zu lüften, wie wir Wissen schaffen und die Realität konstruieren und wie wir
intelligent und kultiviert werden. Diese Einsicht wiederum hilft uns, die Natur dessen zu verstehen,
was uns zu Menschen macht.
2.1. Die Sprachphilosophie dient dazu, Fragen über den Zweck und Ursprung der Sprache zu
beantworten.
2.2. Die Sinne der Sprache ist doppelartig, man weiß nicht ob die Sprache oder den Inhalt zuerst
erfunden ist.
2.3. Das Gebrauch der Sprache selbst , ist was die Sprache zur Weiterentwicklung fördert und die
Kommunikation erleichtert.
2.4. Niemand kann bestimmen, wie viele Sprachen es auf der Welt gibt, es ist aber klar, dass sie fürs
menschliche Leben nötig sind.
3. Denkt der Mensch in Einzelsprachen oder gibt es eine universale Sprache?
Viele Beweise bestätigen das, dass der Mensch keine universale Sprache bilden kann. Ein Beispiel
dafür ist, dass die Sprachen sehr wenige Gemeinsamkeiten haben und sich von Struktur und
Ursprung her unterscheiden. Deshalb soll es unmöglich sein, dass die Menschen in einer universalen
Sprache sprechen und folglich denken.
Es gab schon Versuche, experimentell eine gemeinsame Sprache zu erfinden. Es wurde von
Akademikern erfunden, die mit dem lobenswerten Ziel antraten, die historischen Anomalien und
Gebräuche zu beseitigen, die Teil jeder sich natürlich entwickelnden Sprache sind. Das Problem war,
dass sie am Ende eine neue Sprache hatten. Die sprachlichen Regeln waren für diejenigen, die sie
erfunden hatten, „offensichtlich“, aber der Rest von den Menschen musste eine weitere neue
Sprache lernen. Die Sprache wird zwar hier und da von Enthusiasten gesprochen, hat sich aber nie
durchgesetzt.
Benjamin Lee Whorf
Biografie
Lebenslauf:
geboren am 24. April 1897 in Winthrop, Massachusetts, USA.
studierte Chemie am Massachusetts Institute of Technology
(MIT) und arbeitete später in diesem Bereich als
Feuerwehrmann und Sicherheitsinspektor.
er sich der Linguistik und der Erforschung von indigenen
Sprachen der Hopi-Indianer in Arizona zu.
arbeitete eng mit dem berühmten Linguisten Edward Sapir
zusammen, der sein Mentor wurde und seine Sicht auf
Sprache stark beeinflusste.
am besten für die Entwicklung der Sapir-Whorf-Hypothese
bekannt, die besagt, dass die Struktur einer Sprache das
Denken und die Wahrnehmung einer Person beeinflusst.
veröffentlichte viele Artikel und Aufsätze über Sprache,
Kognition und Kultur, darunter "Science and Linguistics" und
"Language, Thought, and Reality."
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und der
Linguistic Society of America.
verstarb früh im Alter von nur 44 Jahren am 26. Juli 1941 in New Haven, Connecticut, USA.
“Language is not simply a reporting device for experience but a
defining framework for it.”
Studium der Hopi-Sprache:
Etwas faszinierendes in Whorfs Leben war seine intensive
Auseinandersetzung mit der Hopi-Sprache und Kultur. Während
seiner Arbeit als Brandschutz-Ingenieur entwickelte er großes
Interesse an den Hopi und ihrer Sprache. Er verbrachte viel Zeit bei
den Hopi in Arizona, um ihre Sprache zu erlernen. Er entdeckte
besondere sprachliche Merkmale in der Hopi-Sprache, die seine
Entwicklung der Sapir-Whorf-Hypothese beeinflussten. Diese
Hypothese besagt, dass die Struktur einer Sprache die Denkmuster
und die Wahrnehmung der Realität ihrer Sprecher formt. Das
verdeutlicht, wie sehr er sich von realen Erfahrungen inspirieren
ließ, als er seine linguistischen Theorien entwickelte.
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