DEUTSCHE NORM
Juli 2005
DIN EN 14382
ICS 23.060.40
DM
Ersatz für
DIN EN 14382:2003-06 und
DIN 3381:1984-06
Siehe jedoch Beginn der
Gültigkeit
Sicherheitseinrichtungen für Gas-Druckregelanlagen und
-einrichtungen –
Gas-Sicherheitsabsperreinrichtungen für Betriebsdrücke bis 100 bar;
Deutsche Fassung EN 14382:2005
Safety devices for gas pressure regulating stations and installations –
Gas safety shut-off devices for inlet pressures up to 100 bar;
German version EN 14382:2005
Dispositifs de sécurité pour postes et installations de détente-régulation de pression de
gaz –
Clapets de sécurité pour pressions amont jusqu’à 100 bar;
Version allemande EN 14382:2005
Gesamtumfang 84 Seiten
Normenausschuss Gastechnik (NAGas) im DIN
©
DIN Deutsches Institut für Normung e.V. • Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit
Genehmigung des DIN Deutsches Institut für Normung e. V., Berlin, gestattet.
Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin
Preisgruppe 23
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www.beuth.de
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9627330
DIN EN 14382:2005-07
BeginnderGultigkeit
Diese Norm gilt ab 2005-07-01
Nationales Vorwort
Diese europaische Norm wurde im technischen Komitee CEN/TC 235 „Gas-Druckregelgerate und Sicherheitseinrichtungen fur Gastransport- und verteilungssysteme" ausgearbeitet. Der technische Inhalt dieser
Norm wurde weitgehend an DIN EN 334 angepasst, so dass die wesentlichen Anforderungen, die sich auf die
Ausfuhrung der Gehause, der Anschlusse usw. beziehen, in beiden Normen gleichartig sind.
Diese vorliegende Norm ist in alien wesentlichen Punkten mit den wesentlichen Anforderungen der
Druckgeraterichtlinie harmonisiert, ausgenommen sind:
Bestandigkeitgegen Umwelteinflusse im Korrosionsfall,
SAE mitverschiedenen Festigkeitsbereichen,
SAE der Funktionsklasse B.
Beim Einsatz dieser Sicherheitseinrichtungen in den Gasanlagen nach dem DVGW-Regelwerk sind die
Festlegungen des DVGW-Arbeitsblatts G 491 zu beachten.
Bei der Berechnung des Druckabfalls einer SAE kann alternativ zur Gleichung gemafc Abs. 7.9.5 die Formel
(5) der DIN EN 334:2005 verwendet werden (wie auch fur Druckregelgerate mit integrierter SAE — siehe
Abs. 5.1.6).
Es ist vorgesehen, diese Norm in das DVGW-Regelwerk „Gas" aufzunehmen.
Kurzbezeichnungen:
SAE:Sicherheitsabsperreinrichtung,
SAA: Sicherheitsabsperrarmatur,
SAV: Sicherheitsabsperrventil.
Anderungen
Gegenuber DIN EN 14382:2003-06 wurden folgende Anderungen vorgenomme:
a)
die Werkstoffanforderungen wurden an die Druckgeraterichtlinie 97/23/EC angepasst. Es wurden
zusatzlich Werkstofftabellen (Anhang J) aufgenommen, die dem Stand der Technik entsprechen; diese
Werkstoffe sind als zulassige Werkstoffe im Sinn der DGR anzusehen.
b)
der Werkstoff Gusseisen mit Lamellengraphit ist fur Druck tragende Teile nicht mehr zulassig;
c)
die Sicherheitsbeiwerte wurden ebenfalls an die Festlegungen der Druckgeraterichtlinie angepasst;
d)
die Anforderungen dieser Norm wurden mit den wesentlichen Anforderungen nach der Druckgeraterichtlinie 97/23/EC abgestimmt; die Ubereinstimmung der verschiedenen Anforderungen wird in Anhang
ZA ausgewiesen;
2
DIN EN 14382:2005-07
Gegenuber DIN 3381:1984-06, nach der weitgehend die Sicherheitseinrichtungen in Gasanlagen ausgelegt
wurden, wurden folgende Anderungen vorgenommen:
a)
die Gerate konnen in zwei Temperaturklassen ausgelegt sein (-10 °C bis +60 °C und - 2 0 °C bis
+ 60 °C);
b)
es sind zwei funktionale Klassen, A und B, vorgesehen, bei der Klasse B kann die Sicherheitseinrichtung
ausfallen, wenn Innenteile beschadigt werden. In der bisherigen Norm DIN 3381 (1984) war nur die
Klasse A vorgesehen.
Friihere Ausgaben
DIN EN 3380-3: 1959-03
DIN EN 3381: 1984-06
DIN EN 14382:2003-06
3
Normen-Download-Beuth-ILF
Bera tende Ingenieure GmbH-KdNr.231774-LfNr.3065009001-2006-01-13 15:50
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EUROPAISCHE NORM
EN 14382
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPEENNE
Marz2005
ICS 23.060.40
Ersatz fur EN 14382:2002
Deutsche Fassung
Sicherheitseinrichtungen fur Gas-Druckregelanlagen und einrichtungen —
Gas-Sicherheitsabsperreinrichtungen fur Betriebsdrucke
bis 100 bar
Safety devices for gas pressure regulating stations and
installations —
Gas safety shut-off devices for inlet pressures up
to 100 bar
Dispositifs de securite pour postes et installations de
detente-regulation de pression de gaz —
Clapets de securite pour pressions amont
jusqu'a 100 bar
Diese Europaische Norm wurde vom CEN am 30. Dezember2004 angenommen.
Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschaftsordnung zu erfullen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europaischen Norm ohne jede Anderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum Oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhaltlich.
Diese Europaische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Franzosisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Ubersetzung in seine Landessprache gemacht und dem ManagementZentrum mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Danemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Osterreich, Polen, Portugal, Schweden, der
Schweiz, derSlowakei, Slowenien, Spanien, derTschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Konigreich und Zypern.
EUROPAISCHES KOMITEE FUR NORMUNG
EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITE EUROPEEN DE NORMALISATION
Management-Zentrum: rue de Stassart, 36
©2005 CEN
B-1050 Briissel
AlleRechtederVerwertung.gleichinwelcherFormundinwelchem
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
Ref. Nr. EN 14382:2005 D
EN 14382:2005 (D)
Inhalt
Seite
Vorwort
5
1
Anwendungsbereich
6
2
Normative Verweisungen
7
3
3.1
3.2
3.2.1
3.2.2
3.2.3
3.2.4
3.2.5
3.3
3.4
3.4.1
Begriffe und Symbole
Begriffe
Funktionsgrolien
Bezugswerte
Grolien des Uberwachungsvorgangs
Mogliche Werte aller Grolien
Definitionen zum Sollwert des Ansprechdrucks
Begriffe zum Durchfluss
Betriebsmerkmale
Erganzende Terminologie der Gerateauslegung
Driicke
8
8
13
13
13
14
14
15
15
16
16
4
4.1
4.1.1
4.1.2
4.1.3
4.1.4
4.1.5
4.1.6
4.1.7
4.1.8
4.1.9
4.1.10
4.1.11
4.2
4.2.1
4.2.2
4.2.3
4.3
4.3.1
4.3.2
18
18
18
19
20
20
20
23
23
23
23
23
24
24
24
28
28
29
29
4.3.4
4.3.5
4.3.6
Bauanforderungen
Grundlegende Anforderungen
Allgemeines
Arten von Sicherheitsabsperreinrichtungen
Anschliisse
Nenndriicke fur Flansche
Nennweiten und Baulangen
AbdichtungderEinstelleinrichtung
Einstellbereich
Visuelle Anzeige zur Stellung des Stellglieds
Federn
Schlielikraftiibertragende Teile
Austausch von durch Verschleili Oder Abnutzung beschadigten Teilen
Werkstoffe
Anforderungen an metallische Werkstoffe
Anforderungen an Elastomere (einschlie&lich vulkanisiertem Gummi)
Anforderungen an weitere nicht-metallische Werkstoffe, abweichend von denen in 4.2.2
Gehausefestigkeit
Stellgliedgehause
Weitere Druck belastete Teile fur Sicherheitsabsperreinrichtung mit einheitlichem
Festigkeitsbereich
Weitere Druck belastete Teile fur Sicherheitsabsperreinrichtung mit verschiedenen
Festigkeitsbereichen
Innere metallische Trennwande
Mindestwerte des Sicherheitsbeiwerts
Schweiliverbindungsbeiwert
5
5.1
5.1.1
5.1.2
5.1.3
5.1.4
5.1.5
5.1.6
5.2
5.2.1
5.2.2
5.2.3
Funktionsanforderungen
Allgemeines
Sicherheitsabsperr- und Offenstellung
Einbaulage
Druckausgleichseinrichtung
Eisbildung
Fehler-Schlieliverhalten
Druckabfall
Gehausefestigkeit, auliere und innere Dichtheit
Gehausefestigkeit
Auliere Dichtheit
Innere Dichtheit
31
31
31
31
31
31
31
31
32
32
32
32
4.3.3
2
29
29
30
30
30
EN 14382:2005 (D)
5.3
5.4
5.5
5.5.1
5.5.2
5.6
5.7
5.8
32
33
33
33
33
33
34
5.9
5.10
Ansprechdruckgruppe
Ansprechzeit
Wiedereinrastdifferenz und Auslosen
Wiedereinrast-Einrichtung
Auslosen durch mechanischen Stoli
Schlielikraft
Dauerbelastung und beschleunigte Alterung
Festigkeit des Schaltgerates, Ventilsitzes und Stellgliedes gegen den dynamischen Stoli
des stromendes Gases
Durchflusskoeffizient
Visuelle Endkontrolle
6
6.1
6.2
6.3
6.4
6.5
6.6
Priifung
Allgemeines
Priifarten
Baumusterpriifung
Auswahl von Priiflingen
Herstellerpriifungen
Uberwachung
35
35
35
36
36
36
37
7
7.1
7.2
7.3
37
37
37
7.8
7.9
7.9.1
7.9.2
7.9.3
7.9.4
7.9.5
7.10
7.11
7.11.1
7.11.2
7.12
7.13
7.14
7.15
7.16
7.16.1
7.16.2
Priifverfahren
Mali-und Sichtkontrolle
Werkstoffkontrolle
Uberpriifung der Festigkeit der Druck belasteten Telle und inneren metallischen
Trennwande
Berechnungsverfahren fur die Festigkeit
ExperimentellesAuslegungsverfahren
Uberpriifung der Festigkeit der die Stellantriebskrafte iibertragenden Telle
Festigkeitspriifung fur Gehause und innere metallische Trennwande
Festigkeitspriifung fur Gehause und innere metallische Trennwande
Auliere Dichtheit
Auliere Dichtheitspriifung von metallischen Gehausen
Auliere Dichtheitspriifung von auf einer Seite mindestens von einer Membrane
getrennten Kammern
Innere Dichtheit
Ansprechdruckgruppe
Allgemeine Bedingungen
Priifung bei Raumtemperatur
Priifung bei den Grenztemperaturen - 20 °C o d e r - 10 °C und 60 °C
Uberpriifung des oberen Grenzwerts des hochsten Einstellbereiches
Berechnung des Durchflusskoeffizienten
Ansprechzeit
Wiedereinrastdifferenz und Auslosen
ObererAnsprechdruck
Unterer Ansprechdruck
Schlielikraft
Dauerbelastung und beschleunigte Alterung
Gasbestandigkeit der Teile aus nicht-metallischen Stoffen
Uberpriifung der Festigkeit des Schaltgerates, des Ventilsitzes und des Stellglieds
Visuelle Endkontrolle
Nach der Baumusterpriifung
Nach den festgelegten Priifungen und der Produktionsiiberwachung
41
41
41
41
42
43
43
44
45
46
46
47
47
48
48
48
49
49
50
8
8.1
8.1.1
8.1.2
8.2
8.2.1
8.2.2
8.2.3
Dokumentation
Dokumentation der Baumusterpriifung
Fiir die Baumusterpriifung vorzulegende Dokumentation
Priifbericht
Dokumentation nach Kundenwunsch
Bemessungsgleichung
Dokumentation auf Anfrage des Kunden
Dokumentation zurSicherheitsabsperreinrichtung
50
50
50
50
50
50
51
51
7.3.1
7.3.2
7.4
7.5
7.6
7.7
7.7.1
7.7.2
34
34
34
37
37
37
39
39
39
39
39
3
EN 14382:2005 (D)
8.3
8.3.1
8.3.2
Dokumentation zur Uberwachung nach 6.6
Fur die Uberwachung vorzulegende Dokumentation
Uberwachungsbericht
51
51
51
9
9.1
9.2
9.3
Kennzeichnung
Vorgeschriebene Kennzeichnung
Kennzeichnung der Anschliisse der Mess-, Abblase - und Atmungsleitungen
Kennzeichnung von Hilfseinrichtungen
52
52
53
53
Anhang A (informativ) Eisbildung
A.1
Allgemeines
A.2
Anforderungen
A3
Priifungen
54
54
54
54
Anhang B (informativ) Konformitatsbewertung
B.1
Allgemeines
B.2.
Einfiihrung
B.3
Verfahren
B.4
Konformitatsbewertung des Herstellers
B.5
Ausstellung der Konformitatserklarung
55
55
55
55
56
56
Anhang C (informativ) Druckabfall und Durchflusskoeffizient
C.1
Berechnungsverfahren fur den Druckabfall durch die SAE
C.2
Priifverfahren fur die Berechnung des Durchflusskoeffizienten Cv
57
57
57
Anhang D (informativ) Alternatives Berechnungsverfahren zur Uberpriifung des maximalen
Durchflusses hinsichtlich der Leistung des Schaltgerates
D.1
Priifverfahren
D.2
Priifverfahren fur die Berechnung des dynamischen Koeffizienten Cr
D.3
Berechnungsverfahren fur eine Baureihe von SAE
58
58
58
59
Anhang E (informativ) Bemessungsgleichung
61
Anhang F (informativ) Priifbescheinigung
62
Anhang G (informativ) Bestellspezifikation
G.1
Allgemeines
G.2
Mindestangaben
G.3
Optionale Angaben
63
63
63
64
Anhang H (informativ) Abnahmepriifung
65
Anhang I (informativ) Undichtheit am Ventilsitz
66
J.1
J.2
67
J.3
Werkstoffe aus Stahl fur Druck belastete Teile und innere metallische Trennwande
Metallische Werkstoffe, abweichend von Stahlwerkstoffen fur Druckbelastete Teile und
innere metallische Trennwande
Werkstoffe fur Zusatzeinrichtungen, eingebaute Steuerungs- und Messleitungen,
Anschliisse und Verbindungselemente
72
76
Anhang ZA (informativ) Abschnitte in dieser Europaischen Norm, die grundlegende
Anforderungen oder andere Vorgaben von EU-Richtlinien betreffen
78
Literaturhinweise
79
4
EN 14382:2005 (D)
Vorwort
Dieses Dokument (EN 14382:2005) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 235 „Gasdruckregelgerate fur
Eingangsdrucke sowie mit ihnen in Verbindung stehende Sicherheitseinrichtungen fur den Gastransport und
Gasverteilung" erarbeitet, dessen Sekretariat vom UNI gehalten wird.
Diese Europaische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veroffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis spatestens September 2005, und etwaige entgegenstehende nationale Normen mussen bis spatestens September 2005 zuruckgezogen werden.
Dieses Dokument ersetzt EN 14382:2002.
Dieses Dokument wurde unter einem Mandat, das von der Europaischen Kommission und den EFTA-Landern
an das CEN erteilt wurde, erstellt, und unterstutzt die grundlegenden Anforderungen der EU-Richtlinie
97/23/EG.
Zur Beziehung zur EU-Richtlinie 97/23/EG siehe informativen Anhang ZA, der Bestandteil dieser Norm ist.
Die in dieser Norm behandelten Sicherheitsabsperreinrichtungen sind Standardprodukte, die in den Druckregelanlagen in Ubereinstimmung mit EN 12186 und EN 12279 verwendet werden, und mussen nach Art. 1
Abs. 3.1 der Druckgeraterichtlinie 97/23/EC (DGR) als Standarddruckgerate betrachtet werden.
Fur Standardsicherheitsabsperreinrichtungen, die in den Druckregelanlagen in Ubereinstimmung mit den
jeweils zutreffenden EN 12186 und EN 12279 verwendet werden, schlieRt die Tabelle ZA.1 im informativen
Anhang ZA alle relevanten grundlegenden Anforderungen nach Anhang 1 der DGR ein, mit Ausnahme der
Bestandigkeit gegen Umwelteinflusse im Korrosionsfall.
Der normative Anhang J dieser Europaischen Norm listet geeignete Werkstoffe fur Druck belastete Teile,
innere Trennwande, Verbindungselemente und Anschlusse auf. Weitere Werkstoffe konnen verwendet
werden, wenn sie in Ubereinstimmung mit den in Tabelle 5 angegebenen Einschrankungen sind.
Des Weiteren kann der Schutz der Sicherheitsabsperreinrichtung gegen eine Uberschreitung ihres zulassigen
Grenzdruckes entfallen, wenn bei der vorgeschalteten Gas-Druckregelanlage der ausgangsseitige
Grenzdruck im Storungsfall (MIPd) gleich oder kleiner dem maximalen zulassigen Druck 1,1 (PS) der
Sicherheitsabsperreinrichtung ist.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschaftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden
Lander gehalten, diese Europaische Norm zu ubernehmen: Belgien, Danemark, Deutschland, Estland,
Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande,
Norwegen, Osterreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische
Republik, Ungarn, Vereinigtes Konigreich und Zypern.
5
EN 14382:2005 (D)
1
Anwendungsbereich
Dieses Dokument legt Bauanforderungen, Funktionsanforderungen, Dimensionierung, Prtifung, Dokumentation und Kennzeichnung von Gas-Sicherheitsabsperreinrichtungen, die in den Druckregelanlagen nach
EN 12186 und EN 12279 verwendet werden, fest fur
Eingangsdrucke bis 100 bar und Nennweiten bis DN 400;
Betriebstemperaturen von - 20 °C bis + 60 °C,
soweit sie mit Brenngasen der 1. und 2. Familie nach EN 437 in Gasversorgungsnetzen wie auch in gewerblichen und industriellen Anlagen betrieben werden.
„Gas-Sicherheitsabsperreinrichtung" wird im Weiteren, au&er in Uberschriften, mit „SAE" abgekurzt.
Der harmonisierte Teil dieses Dokuments gilt fur Sicherheitsabsperreinrichtungen, die in den Druckregelanlagen in Ubereinstimmung mit den jeweils zutreffenden EN 12186 und EN 12279 verwendet werden. Fur
Sicherheitsabsperreinrichtungen mit einheitlichem Festigkeitsbereich, die in den Druckregelanlagen in
Ubereinstimmung mit den jeweils zutreffenden EN 12186 und EN 12279 verwendet werden, schlieRt die
Tabelle ZA.1 im informativen Anhang ZA alle relevanten grundlegenden Anforderungen nach Anhang 1 der
DGR ein, mit Ausnahme der Bestandigkeit gegen Umwelteinflusse im Korrosionsfall.
Dieses Dokument behandelt die folgenden Klassen von SAE:
Temperaturklassen:
Klasse 1: Betriebstemperaturbereich von - 10 °C bis 60 °C;
Klasse 2: Betriebstemperaturbereich von - 2 0 °C bis 60 °C.
Funktionsklassen:
Klasse A: Schlie&en bei Schaden an der Vergleichermembran (nur bei Uberdruckabsicherung) oder im
Falle eines Ausfalls der externen Energiequelle;
Klasse B: kein Schlie&en bei Schaden an der Vergleichermembran bzw. mogliches automatisches
Offnen, wenn der zu uberwachende Druck durch die Druckregelung wieder unter den Ansprechdruck der
SAE abgesenkt wurde (nur bei Uberdruckabsicherung).
SAE, die den Anforderungen dieser Norm entsprechen, konnen als „in Ubereinstimmung mit EN 14382"
deklariert und mit der Kennzeichnung „EN 14382" versehen werden.
Die Anforderungen dieser Norm hinsichtlich Werkstoffe und Funktionsverhalten konnen auf SAE angewendet
werden, die thermische oder (ausfallende) elektrische Energie fur den Auslosevorgang verwenden. Die
Betriebsparameter des Auslosevorgangs solcher SAE werden nicht in dieser Norm festgelegt
Dieses Dokument gilt nicht fur:
SAE vor/an/in Gasgeraten des Haushalts, die hinter Hausgaszahlern installiert sind.
SAE in Ubereinstimmung mit prENxxx (Wl 00235003) in Vorbereitung beim CEN/TC 235.
6
EN 14382:2005 (D)
2
Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind fur die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte
Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschlie&lich aller Anderungen).
EN 287, alle Teile, Prufung von Schweiflern
EN 288, alle Teile, Anforderung und Anerkennung von Schweiflverfahren fur metallische Werkstoffe
EN 334:2005, Gas-Druckregelgerate fur Eingangsdrucke bis 100 bar
DIN EN 473, Zerstorungsfreie Prufung — Qualifizierung und Zertifizierung von Personal der zerstorungsfreien
Prufung — Allgemeine Grundlagen
EN 571-1, Zerstorungsfreie Prufung — Eindringprufung — Teil 1: Allgemeine Grundlagen
EN 970, Zerstorungsfreie Prufung von Schmelzschweiflnahten Sichtprufung
EN 1289, Zerstorungsfreie Prufung von Schweiflverbindungen — Eindringprufung von Schweiflverbindungen —
Zulassigkeitsgrenzen
EN 1290, Zerstorungsfreie Prufung von Schwei&verbindungen — Magnetpulverprufung von Schwei&verbindungen
EN 1291, Zerstorungsfreie Prufung von Schweiflverbindungen — Magnetpulverprufung von Schweiflverbindungen — Zulassigkeitsgrenzen
EN 1349, Stellgerate fur die Prozessregelung
EN 1418, Schweitlpersonal — Prufung von Bedienern von Schweitleinrichtungen zum Schmelzschweitlen
und von Einrichtern fur das Widerstandsschwei/len fur vollmechanisches und automatisches Schweiflen von
metallischen Werkstoffen
EN 1435, Zerstorungsfreie Prufung von Schweiflverbindungen — Durchstrahlungsprufung von Schmelzschweiflverbindungen
EN 1712, Zerstorungsfreie Prufung von Schweiflverbindungen — Ulltraschallprufung von Schweiflverbindungen — Zulassigkeitsgrenzen
EN 1713, Zerstorungsfreie Prufung von Schweiflverbindungen — Ulltraschallprufung — Charakterisierung von
Anzeigen in Schweiflnahten
EN 1714, Zerstorungsfreie Prufung von Schweiflverbindungen — Ultraschallprufung von Schweiflverbindungen
EN 10045-1, Metallische Werkstoffe, Kerbschlagbiegeversuch nach Charpy; Teil 1: Prufverfahren
EN 10204, Metallische Erzeugnisse — Arten von Prufbescheinigungen
EN 12186, Gasversorgungssysteme — Gas-Druckregelanlagen fur Transport und Verteilung — Funktionale
Anforderungen
EN 12279, Gasversorgungssysteme — Gas-Druckregeleinrichtungen in Anschlussleitungen — Funktionale
Anforderungen
EN 12517, Zerstorungsfreie Prufung von Schweiflverbindungen — Durchstrahlungsprufung von Schweiflverbindungen — Zulassigkeitsgrenzen
7
EN 14382:2005 (D)
EN 12627, Industriearmaturen — AnschweiRenden fur Armaturen aus Stahl
EN 13445-4, Unbefeuerte Druckbehalter — Teil 4: Herstellung
EN 13906-1, Zylindrische Schraubenfedern aus runden Drahten und Staben — Berechnung und Konstruktion — Teil 1: Druckfedern
EN 13906-2, Zylindrische Schraubenfedern aus runden Drahten und Staben — Berechnung und Konstruktion — Teil 2: Zugfeder.
EN 60534-1:1993, Stellventile fur die Prozessregelung — Teil 1: Begriffe und allgemeine Betrachtungen
(IEC 60534-1:1987)
EN ISO 175:2000, Kunststoffe — Prufverfahren zur Bestimmung des Verhaltens gegen flussige Chemikalien
(ISO 175:1999)
EN ISO/IEC 17025:2000, Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Pruf- und Kalibrierlaboratorien
(ISO/IEC 17025:1999)
ISO 7-1, Pipe threads where pressure tight joints are made on threads — Part 1: Dimensions, tolerances and
designation
ISO 1817, Rubber, vulcanized — Determination of the effect of liquids
ISO 7005 all parts, Metallic flanges
ANSI/ASME B1.20.1:1983, Pipe threads, general purpose (inch)
ASME B16.34:1996, Valves — Flanged, threaded and welding end
MSS SP 55:1985, Quality standard for steel castings for valves, flanges and fittings and other piping
components (Visual method)
3
Begriffe und Symbole
3.1
Begriffe
Fur die Anwendung dieses Dokuments gelten die Begriffe nach EN 60534-1:1993 und die folgenden Begriffe.
3.1.1
Sicherheitsabsperreinrichtungen
Vorrichtung, deren Funktion darin besteht, in der Offenstellung unterden normalen Betriebsbedingungen zu
sein und den Gasdurchfluss automatisch und vollstandig abzusperren, wenn der [iberwachte Druck die
voreingestellten Werte (Uber- und/oder Unterdruck) tiberschreitet
3.1.2
Hauptkomponenten
Teile, die normalerweise aus einem Kontrollgerat, Schaltgerat, Stellantrieb, Stellglied und einer WiedereinrastEinrichtung fur die manuelle Offnung der SAE bestehen. Diese Teile sind funktional miteinander verbunden
(sieheBilder1,2, 3)
3.1.3
Stellglied
Teil, das den Gasfluss vollstandig absperrt
8
Normen-Download-Beuth-ILF
Beratend e Ingenieure GmbH-Kd Nr.231774-LfNr.3065009001-2006-01-13 15:50
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EN 14382:2005 (D)
Legende
1
Druckausgleichseinrichtung
2
Wiedereinrast-Einrichtung
3
Schaltgerat
4
Atmungsleitung
5
Sollwerteinsteller
6
Kontrollgerat
7
Messleitung
8
Stellantrieb
9
Messort
10
Stellglied
Bild 1 — Beispiel einer direkt wirkenden Sicherheitsabsperreinrichtung des Typs
Sicherheitsabsperrventil
10
Normen-Download-Beuth-ILF
Beraten
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Ingenieure
GmbH-Kd Nr.231774-LfNr.3065009001-2006-01-13
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EN 14382:2005 (D)
Legende
1
Druckausgleichseinrichtung
2
Stellantrieb
3
Wiedereinrast-Einrichtung
4
Abblasleitung
5
Schaltgerat
6
Kontrollgerat
7
Messleitung
8
Leitung fur externen Ladedruck
9
Leitung fur internen Ladedruck
10
Atmungsleitung
11
Messort
12
Stellglied
13
Druckminderer (falls erforderlich)
Bild 3 — Beispiel einer indirekt wirkenden Sicherheitsabsperreinrichtung des Typs
Sicherheitsabsperrarmatur
3.1.12
direkt wirkende Sicherheitsabsperreinrichtung
SAE, in der der Fuhler unmittelbar mit dem Schaltgerat verbunden ist (siehe Bild 1)
3.1.13
indirekt wirkende Sicherheitsabsperreinrichtung
SAE, bei der die erforderliche Antriebsenergie des Stellglieds oder des Kontrollgerats von einer internen oder
externen Quelle bereitgestellt wird (siehe Bilder 2 und 3)
3.1.14
Sicherheitsabsperrarmatur
SAE mit einer langsameren Schlie&dynamik als ein Sicherheitsabsperrventil zum Absperren des Gasstroms,
wenn der uberwachte Druck den voreingestellten Wert uberschreitet
BEISPIEL
SAE, deren Stellantrieb vom Leitungsgas oder von einer externen Energiequelle ausgelost wird.
3.1.15
Sicherheitsabsperrventil
SAE zum schnellen Absperren des Gasstroms, wenn der uberwachte Druck den voreingestellten Wert
uberschreitet
BEISPIEL
12
SAE mit Federn oder Gewichten oder interner Hilfsdruck
EN 14382:2005 (D)
3.1.16
Hilfseinrichtungen von Sicherheitsabsperreinrichtungen
3.1.16.1
Hilfsdruckleitung
Leitung, die das Kontrollgerat bzw. den Stellantrieb mit der internen oder externen Energiequelle verbindet
3.1.16.2
Messleitung
Leitung vom Messort zum Ftihler
3.1.16.3
Abblasleitung
Leitung vom Kontrollgerat bzw. Stellantrieb der SAE zur Atmosphare
3.1.16.4
Atmungsleitung
Leitung von der atmospharischen Seite des Fuhlers zur Atmosphare
3.1.16.5
Druckausgleichseinrichtung
Vorrichtung zum manuellen Druckausgleich einer geschlossenen SAE
3.2
FunktionsgroGen
3.2.1
Bezugswerte
3.2.1.1
Druck
Alle in dieser Europaischen Norm festgelegten Drucke sind statische UberdriJcke
ANMERKUNG
Drucke werden in bar D ausgedruckt.
3.2.1.2
Differenzdruck
Ap
Differenz zwischen dem Druck an zwei unterschiedlichen Punkten
3.2.2
Grolien des Uberwachungsvorgangs
3.2.2.1
iiberwachter Druck
Druck, der von der SAE uberwacht und begrenzt wird, normalerweise der Ausgangsdruck der Druckregelanlage/-einrichtung
3.2.2.2
Storgrolien
im Allgemeinen externe Gro&en, die das Funktionsverhalten der SAE beeintrachtigen konnen
1) 1 bar = 105 Pascal = 1 000 mbar = 10"1 MPa = 105 N/m2
13
EN 14382:2005 (D)
BEISPIELE
Durchflussschwankungen,
Temperaturanderungen,
mechanische Einwirkungen,
Feuchtigkeitseinflusse,
Einflusse aufgrund der Gaskonditionierung,
Staub, Kondensat Oder weitere Fremdmaterialien,
dynamische Kraft aus das Stellglied durch den Gasstrom.
3.2.2.3
Ansprechdruck
Druck, bei dem das Schaltgerat aktiviert wird
3.2.2.3.1
oberer Ansprechdruck
Pdo
Obergrenze des uberwachten Drucks (Uberdruck)
3.2.2.3.2
unterer Ansprechdruck
Pdu
Unergrenze des uberwachten Drucks (Uberdruck)
3.2.3
3.2.3.1
Mogliche Werte aller Grolien
Istwert des Ansprechdrucks
p di0 (oberer Ansprechdruck), p diu (unterer Ansprechdruck)
Druck, bei dem das Stellglied einer SAE zu einem bestimmten Zeitpunkt tatsachlich aktiviert wird
3.2.3.2
Maximalwert
Hochstwert, der durch den Index „max" am Symbol dieser Gro&e gekennzeichnet wird und:
auf den eine Gro&e eingestellt werden kann oder durch den sie begrenzt wird;
den eine Gro&e wahrend einer Messreihe oder einer Zeitspanne erreichen kann
3.2.3.3
Minimalwert
Tiefstwert, der durch den Index „min" am Symbol dieser Gro&e gekennzeichnet wird und:
auf den eine Grofie eingestellt werden kann oder durch den sie begrenzt wird;
den eine Grofie wahrend einer Messreihe oder einer Zeitspanne erreichen kann
3.2.4
Definitionen zum Sollwert des Ansprechdrucks
3.2.4.1
Sollwert
p dso (oberer Ansprechdruck), p dsu (unterer Ansprechdruck)
gewunschter Wert des Ansprechdrucks unterfestgelegten Bedingungen
14
EN 14382:2005 (D)
3.2.4.2
Einstellbereich
Wdo (Uberdruck), Ffdu (Druckmangel)
gesamter Sollwertbereich, der von einer SAE durch Sollwertverstellung und Austausch von Teilen abgedeckt
werden kann (z. B. Austausch der Sollwertfeder oder des Ftihlers)
3.2.4.3
spezifischer Einstellbereich
Wdso (Uberdruck), Wdsn (Druckmangel)
gesamter Sollwertbereich, der von einer SAE durch Sollwertverstellung ohne Austausch von Teilen abgedeckt
werden kann
3.2.5
Begriffe zum Durchfluss
3.2.5.1
normale Bedingungen
absoluter Druck von 1,013 bar und Temperatur von 0 °C (273,15 K)
ANMERKUNG
Fur Berechnungszwecke wird der Zahlenwert 273 K in dieser Europaischen Norm verwendet.
3.2.5.2
Gasvolumen
Volumen des Gases in den normalen Bedingungen
ANMERKUNG
Das Gasvolumen wird in m3 ausgedruckt.
3.2.5.3
Volumenstrom
Q
Gasvolumen, das die SAE wahrend einer Zeiteinheit in den normalen Bedingungen durchstromt
ANMERKUNG
3.3
Der Volumenstrom wird in m3 ausgedruckt.
Betriebsmerkmale
3.3.1
Ansprechdruckabweichung
positive oder negative prozentuale Abweichung des Istwerts des Ansprechdrucks vom Sollwert (siehe Bild 4)
3.3.2
Ansprechdruckgruppe
AG
maximal zulassiger absoluter Wert der Ansprechdruckabweichung (siehe Bild 4)
3.3.3
Betriebseingangsdruckbereich
WnAG
Bereich des Betriebsdrucks, fur den die SAE eine gegebene Ansprechdruckgruppe einhalt
3.3.4
Ansprechzeit
4
Zeitspanne zwischen dem Erreichen des zulassigen Grenzwerts des Ansprechdrucks am Messort und dem
vollstandigen Absperren des Stellglieds
15
EN 14382:2005 (D)
3.3.5
Wiedereinrastdifferenz
Differenz zwischen dem Sollwert des Ansprechdrucks und dem tiberwachten Druck, die fur die korrekte
OffnungderSAEbenotigtwird
Legende
1
Sollwert des Ansprechdrucks (p^)
2
Istwert des Ansprechdrucks (p^)
3
Ansprechdruckabweichung (Aw)
4
Ansprechgruppe (AG)
5
Wiedereinrastdifferenz (APw)
Bild 4 -
Uberwachter Druck und Ansprechdruck
3.4
Erganzende Terminologie der Gerateauslegung
3.4.1
Driicke
3.4.1.1
Betriebsdruck
P
Gasdruck in einem beliebigen Teil einer SAE wahrend des Betriebs, in der Regel der Eingangsdruck der
Druckregelanlage
3.4.1.2
maximalerKomponentenbetriebsdruck
Pmax
hochster Betriebsdruck, bei dem ein Teil einer SAE unter festgelegten Bedingungen kontinuierlich betrieben
werden kann
3.4.1.2.1
maximaler Eingangsdruck
Pumax
hochster Eingangsdruck, bei dem eine SAE unter festgelegten Bedingungen kontinuierlich betrieben werden
kann
16
EN 14382:2005 (D)
3.4.1.3
zulassiger Druck
PS
hochster Druck, mit dem das Stellgliedgehause und seine metallischen Trennwande in Ubereinstimmung mit
den in dieser Europaischen Norm angegebenen festgelegten Anforderungen an die Festigkeit beaufschlagt
wird.
3.4.1.4
Hilfsdruck
Gasdruck des Kontrollgerats bzw. interner Hilfsdruck aus dem Ausgangs- oder auch dem Eingangsdruckraum
Oder Gasdruck aus einer externen Quelle, der als Energiequelle des Antriebs dient
3.4.1.5
Stelldruck
Druck fur die Bereitstellung der Schlie&kraft Fs
ANMERKUNG Bei Verwendung des fortgeleiteten Gases kann dessen Druck gegebenenfalls fur SAE mit verschiedenen Festigkeitsbereichen reduziert werden.
3.4.1.6
Nenndruck
Bezeichnung fur eine Kennzahl, die eine gebrauchliche ganze Zahl fur Referenzzwecke nach den relevanten
Teilen ISO 7005 bildet (die entsprechenden Abschnitte dieser Norm werden durch die gleich lautenden
Dokumente ersetzt, wenn diese vorliegen werden. Beim Redaktionsschluss wird dieser Punkt in EN 1092-1,
EN 1092-2, EN 1092-3, EN 1092-4, EN 1759-1, EN 1759-3 und EN 1759-4 behandelt)
ANMERKUNG
Fur die spezifische Anwendung dieses Dokuments gilt sie fur Flanschen
BEISPIEL
PN 16
3.4.1.7
Priifdruck
Druck, dem ein Abschnitt der SAE in geeigneter Weise fur eine begrenzte Zeitdauer ausgesetzt wird, urn
bestimmte Eigenschaften nachzuweisen
3.4.1.8
Grenzdruck
P\
Druck, bei dem eine Verformung an Teilen der SAE oder deren Zusatzeinrichtungen sichtbar wird
3.4.1.9
Druckabfall
Abfall des Drucks unter festgelegten Betriebsbedingungen bei der Durchstromung des SAE-Stellgliedgehauses
3.4.2
Sicherheitsbeiwert
Verhaltnis von Grenzdruck^, zu zulassigem Druck PS, bezogen auf:
Stellgliedgehause: 5b;
andere Teile der SAE: S
3.4.3
Betriebstemperaturbereich
Temperaturbereich, in dem die Teile der SAE und der Zusatzeinrichtungen fur den Dauerbetrieb geeignet sind
17
EN 14382:2005 (D)
3.4.4
Druck belastete Teile
Teile, deren Versagen zu einer Freisetzung von Gas ftihren wurde
ANMERKUNG Mit eingeschlossen sind Stellglieder, Kontrollgerate, Kappen, Blindflansche sowie Mess-, Ruckfuhr- und
Abstromleitungen; ausgeschlossen sind lotlose Verschraubungen, Membranen, Bolzen und weitere Verbindungselemente.
3.4.5
innere metallische Trennwande
die metallische Wand, die bei verschiedenen Drticken eine Kammer in zwei einzelne Druck belastete
Kammern in den normalen Bedingungen trennt
3.4.6
Sicherheitsabsperreinrichtung mit einheitlichem Festigkeitsbereich
SAE, deren Druck belastete Teile einen Auslegungsdruck haben, der dem zulassigen Druck PS gleich ist
3.4.7
Sicherheitsabsperreinrichtung mit verschiedenen Festigkeitsbereichen
SAE, deren Druck belastete Teile zum Teil einen Auslegungsdruck haben, der kleiner als der zulassige Druck
PS ist
3.4.8
Nennweite der SAE; Eingangsnennweite
Nennweite DN des Eingangsanschlusses entsprechend EN ISO 6708
3.4.9
Ausgangsnennweite
Nennweite DN des Ausgangsanschlusses entsprechend EN ISO 6708
3.4.10
Schlielikraft
Feder-, Gewichts- oder Druckkraft zur Aktivierung des Stellglieds
3.4.11
Messort
Ort, an dem der uberwachte Druck der SAE zugefuhrt wird
4
Bauanforderungen
4.1 Grundlegende Anforderungen
4.1.1
Allgemeines
Fur die SAE ist kein kontinuierlicher Gasaustritt in die Atmosphare zugelassen, zeitweiliger Gasaustritt aus
Sicherheitseinrichtungen sind jedoch moglich.
SAE mussen so konstruiert sein, dass die au&ere und innere Dichtheit den Anforderungen nach 5.2
genugt.Wenn bei Versagen (z. B. Membranbruch) eine Undichtheit moglich ist, muss ein Anschluss fur die
Abblasleitung mit mindestens DN 10 vorgesehen werden.
Wenn die SAE oder externe Teile davon besondere Vorsichtsma&nahmen erfordern, urn den aus dem
Transport oder der Handhabung hervorgehenden Risiken Rechnung zu tragen, muss die Bedienungsanleitung Festlegungen zur Berucksichtigung dieser Risiken beinhalten.
18
EN 14382:2005 (D)
Die benotigte Kraft zum Betreiben der Einrasteinrichtung muss betragen:
< 250 N;
< 150 N wenn die Einrasteinrichtung mehr als 10 Vorgange (z. B. fur Absperreinrichtungen).
Fur Absperreinrichtungen legt das Bedienungs- und Wartungsbuch fest, ob und wie die Druckausgleichvorrichtung bereitzustellen ist.
Atmungs- und Abblasleitungen mussen so ausgelegt sein, dass ein Eintritt von Fremdmaterial verhindert wird.
SAE konnen eigenstandig oder mit Gas-Druckregelgeraten kombiniert sein.
Nach dem Wiedereinrasten mussen alle funktionalen Bestandteile ihren Ausgangszustand einnehmen und
betriebsbereit sein, ohne dass das Schlie&en behindert wird, und die SAE muss betriebsbereit sein.
Betatigungsteile der Wiedereinrast-Einrichtung durfen abnehmbar sein. Vorrichtungen zum Blockieren der
Wiedereinrast-Einrichtung in der Offenstellung durfen nicht angebracht werden.
Wenn das fortgeleitete Gas als Energiequelle fur die indirekt wirkenden SAE verwendet wird, darf die
Anschlussstelle der Hilfsdruckleitung die Sicherheitsfunktion der SAE nicht beeinflussen. Wenn zutreffend, ist
diese Information in der Bedienungsanleitung anzugeben.
Druckbelastete Teile, die nicht fur eine Demontage zu Wartungs-, Einstellungs- oder Umrustungszwecken
vorgesehen sind, mussen so abgedichtet werden, dass Eingriffe erkennbar sind (z. B. Lack)
Die Dichtheit der Druck belasteten Teile einschlie&lich derer fur Messstellen, die fur Demontage zu Wartungs-, Einstellungs- oder Umrustungszwecken vorgesehen sind, muss uber mechanische Mittel (z. B.
metallische Verbindungen, O-Ringe, Dichtungen etc.) erfolgen. Dichtmittel, wie Flussigkeiten und Pasten,
durfen nicht verwendet werden.
Dichtmittel durfen jedoch fur dauerhafte Abdichtungen verwendet werden und mussen unter normalen
Betriebsbedingungen wirksam bleiben.
4.1.2
4.1.2.1
Arten von Sicherheitsabsperreinrichtungen
Eigenstandige SAE
SAE konnen als eigenstandige Einheiten fur den getrennten Einbau konstruiert sein. Eine eigenstandige SAE
beinhaltet alle Hauptkomponenten (siehe 3.1.2).
4.1.2.2
SAE kombiniert mit einem Gas-Druckregelgerat
SAE mussen in funktioneller Hinsicht unabhangig von den Komponenten des Regelgerats und anderen
Sicherheitseinrichtungen sein.
Die erste Bedingung wird eingehalten, wenn bei Versagen eines oder mehrerer der folgenden Komponenten
des Regelgerats die Funktion der SAE nicht beeintrachtigt wird:
Stellglied,
Ventilteller-Dichtring,
Stellantrieb,
Stellantriebgehause,
Regler,
Mess-, Ruckfuhr- und Abstromleitungen.
19
EN 14382:2005 (D)
4.1.3
Anschliisse
Folgende Anschliisse diirfen verwendet werden:
Flansche entsprechend den einschlagigen Abschnitten der ISO 7005 (die entsprechenden Abschnitte
dieser Norm werden durch die gleich lautenden Dokumente ersetzt, wenn diese vorliegen werden. Beim
Redaktionsschluss wird dieser Punkt in EN 1092-1, EN 1092-2, EN 1092-3, EN 1092-4, EN 1759-1,
EN 1759-3 und EN 1759-4 behandelt);
flanschlose Anschliisse (Einbau zwischen Flanschen);
Gewindeverbindungen nach ISO 7-1 (dieses Dokument wird ersetzt, wenn gleich lautende Dokumente
vorliegen. Beim Redaktionsschluss sind einige Teile dieses Dokuments gleich lautend wie EN 10226-1
und andere Teile befinden sich in der Vorbereitung in prEN 10226-2) oder ANSI/ASME B1.20.1 (Dieses
Dokument wird ersetzt, wenn das gleich lautende Dokument vorliegt. Beim Redaktionsschluss befindet
sich dieser Punkt in der Vorbereitung in prEN 10226-2) fur:
DN < 50,
DN < 80 und PS < 16 bar;
otiose Rohrverschraubungen fur DN < 50;
Stumpfnahtanschliisse nach EN 12627.
4.1.4
Nenndriicke fur Flansche
Als Nenndruckstufen fur Flansche (PN) diirfen nur folgende Werte verwendet werden:
6 - 1 0 - 1 6 . - 2 0 - 2 5 - 4 0 - 5 0 - H 0 2)
nach den relevanten Teilen von ISO 7005 (die entsprechenden Abschnitte dieser Norm werden durch die
gleich lautenden Dokumente ersetzt, wenn diese vorliegen werden. Beim Redaktionsschluss wird dieser
Punkt in EN 1092-1, EN 1092-2, EN 1092-3, EN 1092-4, EN 1759-1, EN 1759-3 und EN 1759-4 behandelt).
Die unterstrichenen Werte sind zu bevorzugen.
4.1.5
Nennweiten und Baulangen
SAE mit Flanschanschliissen sollten am Ein- und Ausgang dieselbe Nennweite haben.
Die in Tabelle 1 angegebenen Nennweiten und Baulangen sollten verwendet werden.
Alternativ dazu konnen die Nennweiten und Baulangen der Tabelle 2 verwendet werden.
Wo flanschlose SAE (SAE, die keine eigenen Flansche haben, sondern zwischen Rohrflanschen installiert
werden) alternativ eingesetzt werden diirfen, sollten diese am Ein- und Ausgang dieselbe Nennweite haben,
und ihre Baulangen sollten den Tabellen 3 oder 4 entsprechen.
2) Die Nenndruckstufen PN 20, PN 50 und PN 110 entsprechen jeweils den Klassen 150, 300 und 600.
20
EN 14382:2005 (D)
Folgende SAE sind zugelassen:
mit Flanschen verschiedener Ausgangs- und Eingangsnennweiten,
diejenigen mit anderen Baulangen als die von Tabellen 1 und 2.
Tabelle 1 —
Baulangen fur SAE mit Flanschanschluss
Nenndruck
Nennweite
DN
PN 10/16/203
PN 25/40/50
PN110
Fehlergrenze der
Baulange in mm
Baulange in mm
25
184
197
210
40
222
235
251
50
254
267
286
65
276b
292b
311 b
80
298
317
337
100
352
368
394
150
451
473
508
200
543
568
610
250
673
708
752
300
737
775
819
350
889
927
972
400
1 016
1 057
1 108
+2
+3
Quelle: Tabelle 1 von IEC 60534-3-1:2000 (Nenndruck nach den relevanten Teilen von ISO 7005 — Die
entsprechenden Abschnitte dieser Norm werden durch die gleich lautenden Dokumente ersetzt, wenn diese vorliegen
werden. Beim Redaktionsschluss wird dieser Punkt in EN 1092-1, EN 1092-2, EN 1092-3, EN 1092-4, EN 1759-1,
EN 1759-3 und EN 1759-4 behandelt).
a
In einigen Landern schlieUtdie Gruppe PN 10/16/25/40/50 auch PN 6 ein.
b
Baulangen nach Tabelle 1 von IEC 60534-3.
21
EN 14382:2005 (D)
Tabelle 2 — Alternative Baulangen fur SAE mit Flanschanschluss
Nenndruck
Nennweite
PN 10/16/25/40/50a
|
PN110
Baulange in mm
25
40
50
65
160
200
230
230
260
300
80
100
150
200
250
290b
310
350
480
600
730
340b
380
430
550
650
775
300
400
850
1 100
900
1 150
Fehlergrenze der
Baulange in mm
+2
+3
Quelle: Tabelle 2 von IEC 60534-3-1:2000 mit Hinzufugung von PN 50 und Ersatz von PN 100 durch PN
110 (Nenndruck nach den relevanten Teilen von ISO 7005 - Die entsprechenden Abschnitte dieser Norm
werden durch die gleich lautenden Dokumente ersetzt, wenn diese vorliegen werden. Beim
Redaktionsschluss wird dieser Punkt in EN 1092-1, EN 1092-2, EN 1092-3, EN 1092-4, EN 1759-1,
EN 1759-3 und EN 1759-4 behandelt).
a
In einigen Landern schlieBt die Gruppe PN 10/16/25/40/50 auch PN 6 ein.
b
Baulangen nach Tabelle 2 von IEC 60534-3.
Tabelle 3 — Baulangen fur flanschlose SAE
Nennweite
Baulange in mm
Fehlergrenze der Baulange in mm
25
102
+ 1,5
40
114
+ 1,5
50
124
±1,5
80
165
±1,5
100
194
±1,5
150
229
±1,5
200
243
±1,5
250
297
±2,5
300
338
±2,5
400
400
±2,5
Quelle: EN 60534-3-2 (Nenndruck nach den relevanten Teilen von ISO 7005 - Die entsprechenden
Abschnitte dieser Norm werden durch die gleich lautenden Dokumente ersetzt, wenn diese vorliegen
werden. Beim Redaktionsschluss wird dieser Punkt in EN 1092-1, EN 1092-2, EN 1092-3, EN 1092-4,
EN 1759-1, EN 1759-3 und EN 1759-4 behandelt).
ANMERKUNG1 Nenndrucke: PN 10/16/20/25/40/50/110. In einigen Landern schlieUt diese Gruppe auch PN 6 ein.
ANMERKUNG2 Die Baulangen enthalten keine Zuschlage fur Dichtungen zum Abdichten der Verbindungen
zwischen den Anschlussen der SAE und den Rohrflanschen.
22
EN 14382:2005 (D)
Tabelle 4 — Baulangen fur flanschlose SAE
Nennweite DN
Baulange in mm fur
PN10/16/25/40/50
a
PN110
Fehlergrenze der
Baulange in mm
25
77
86,5
+ 1,5
40
77
86,5
+ 1,5
50
77
86,5
±1,5
80
94
104
±1,5
100
114
133
±1,5
150
140
175
±1,5
200
171
205
±1,5
250
203
240
±2,5
300
240
280
±2,5
400
320
350
±2,5
ANMERKUNG 1 Die Baula ngen enthalten keine Zusch age fur Dichtungen zum Abdichten der Verbindungen
zwischen den Anschlussen d 3r SAE und den Rohrflanschen
ANMERKUNG 2 Nenndruck nach den relevanten Teilen ISO 7005 (Die entsprechenden Abschnitte dieser Norm
werden durch die gleich lautenden Dokumente ersetzt, wenn diese vorliegen werden. Beim Redaktionsschluss wird
dieser Punkt in EN 1092-1, EN 1092-2, EN 1092-3, EN 1092-4, EN 1759-1, EN 1759-3 und EN 1759-4 behandelt).
a In einigen Landern schlieUt die Gruppe PN 10/16/25/40/50 auch PN 6 ein.
4.1.6
Abdichtung der Einstelleinrichtung
Ein Mittel zur Abdichtung der Einstelleinrichtung ist bereitzustellen. Wenn in der Bestellspezifikation festgelegt, muss die Einstelleinrichtung abgedichtet werden.
4.1.7
Einstellbereich
Falls der gesamte Einstellbereich durch den Austausch von Teilen abgedeckt werden kann, ist das vom
Hersteller in seinem Bedienungsbuch anzugeben.
4.1.8
Visuelle Anzeige zur Stellung des Stellglieds
SAE dtirfen mit einer visuellen Anzeige ausgerustet werden, die die SchlieG- oder Offenstellung des
Stellglieds anzeigt.
4.1.9
Federn
Federn dtirfen im zusammengedriickten Zustand in alien Betriebsbedingungen nicht iiberlastet sein und
mussen fur ein bestimmungema&es Betreiben eine ausreichende Bewegungsfreiheit haben.
Die Feder muss so ausgelegt sein, dass in Ubereinstimmung mit EN 13906-1 und EN 13906-2 keine Verbiegung eintritt.
4.1.10 SchlielJkraftiibertragende Teile
Schlie&kraftubertragende Teile sollten metallisch und mit einem Sicherheitsbeiwert gegen bleibende
Verformung von mindestens 3 ausgelegt sein.
23
EN 14382:2005 (D)
4.1.11 Austausch von durch Verschleili oder Abnutzung beschadigten Teilen
Der Ventilsitz muss austauschbar sein, wenn er dem VerschleiR, oder der Abnutzung ausgesetzt ist.
4.2
Werkstoffe
4.2.1
Anforderungen an metallische Werkstoffe
4.2.1.1
Druckbelastete Teile und metallische innere Trennwande
Alle Druck belasteten Teile und solche Teile, die bei Versagen der Membran oder Differenzdruckabdichtung
Druck belastet werden, sowie innere Trennwande, Verbindungselemente und Anschlusse konnen aus:
Werkstoffen in Ubereinstimmung mit den in Tabelle 5 angegebenen Einschrankungen und den
anerkannten nationalen oder internationalen Normen;
oder den in Anhang J angegebenen Materialien
gefertigt werden.
Die Innenteile von SAE, die keinen Differenzdrticken ausgesetzt sind, konnen entweder aus den in Anhang J
oder in Tabelle 5 angegebenen Werkstoffen, ohne Berucksichtigung der Grenzwerte fur Drticke und
Nennweiten, oder aus anderen, die Anforderungen dieser europaischen Norm erfullenden Werstoffen, gefertigt werden.
4.2.1.2
Werkstoffzertifikate fur Druck belastete Teile und innere metallische Trennwande
Belastete Teile und innere metallische Trennwande:
den Gehausen, die fur SAE der Kategorien II, III und IV nach Anhang II der DGR verwendet werden,
muss ein Werkstoffzertifikat der Klasse 3.2 nach EN 10204 beigelegt werden.
fur solche Gehause, wenn ein Werkstoffhersteller uber ein geeignetes Qualitatssicherungssystem, das
von einer in der EG angesiedelten, kompetenten Stelle zertifiziert wurde, verfugt und einer spezifischen
Bewertung fur die Produktion unterzogen wurde, kann ein Prufbericht der Klasse 3.1 nach EN 10204
verwendet werden
den Gehausen, die fur SAE der Kategorie I nach Anhang II der DGR verwendet werden, muss ein
Prufbericht der Klasse 2.2 nach EN 10204 beigelegt werden.
Belastete Teile und innere metallische Trennwande weiterer Bauteile, die fur die SAE verwendet werden:
fur PS < 25 ein Prufbericht, mindestens Klasse 2.2 nach EN 10204, kann beigelegt werden;
fur PS > 25 ein Prufbericht, mindestens Klasse 3.1 nach EN 10204, muss beigelegt werden.
4.2.1.3
Verbindungselemente, eingebaute Steuerungs- und Messleitungen, Anschlusse
Verbindungselemente, eingebaute Steuerungs- und Messleitungen, Anschlusse konnen aus:
Werkstoffen in Ubereinstimmung mit den in Tabelle 5 angegebenen Einschrankungen und den
anerkannten nationalen oder internationalen Normen,
oder den in Anhang J angegebenen Materialien
gefertigt werden.
24
EN 14382:2005 (D)
4.2.1.4
Werkstoffzertifikate fur Bolzen, Schrauben und lotlose Verschraubungen
Bolzen, Schrauben und lotlosen Verschraubungen, die fur die Druck belasteten Teilen der Regenerate
verwendet werden, mussen die Kennzeichnung in Ubereinstimmung mit dem relevanten Dokument tragen
und mit einem Prufbericht der Klasse 2.2 nach EN 10204 in Verkehr gebracht werden.
Tabelle 5 — Werkstoffe
Einschrankungen
Werkstoff
Sicherheitsabsperreinrichtung
Eigenschaften
Gruppe
^mina
PSmax
(PSxDNb)max
%
bar
bar ■ mm
b
DNmax
mm
Druckbelastete Teile und metallische innere Trennwande
Walz- und Schmiedestahl c
16
100
—
—
15
100
—
—
7
20
1 500
1 000
15
50
5 000
300
Temperguss
6
20
1 000
100
Kupfer-Zink-Knetlegierungen
15
100
-
25
Stahlguss
c
Gusseisen mit Kugelgraphit d
Kupfer-Zinn- und
5
20
1 000
100
Kupfer-Zink-Gusslegierungen
15
100
-
25
4
20
-
50
50
-
50
100
-
25
1,5
10
250
150
4
20
1 600
1 000
Aluminiumknetlegierungen
Aluminiumgusslegierungen
7
Eingebaute Steuerungs- und Messleitung en
Kupfer
—
I
25
Stahl
—
|
100
—
—
I
I
—
—
—
I
—
—
—
I
I
—
—
Anschliisse
Stahl
8
|
—
Verbindungselemente
Bolzen und Schrauben
9
I
50
12
|
100
ANMERKUNG
Fur Gussteile ist A anhand von maschinell gefertigten Prufteilen aus separat gegossenen Pruflingen
nach den entsprechenden Normen des selektierten Materials gemessen.
A = prozentuale Bruchdehnung (nach EN 10002-1).
Fur Gehause von Kontrollgeraten oder Zusatzeinrichtungen bezieht sich dieser Begriff auf deren Eingangsseite.
b Die Kerbschlagarbeit wird nach EN 10045-1 gemessen, wobei der Messwert nicht kleiner als 27 J bei der minimalen
Betriebstemperatur (-10 °C oder -20 °C) ist.
c
Die
Kerbschlagarbeit wird nach EN 10045-1 gemessen, wobei der Messwert nicht kleiner als 12 J als Mittelwert
d
entsprechend drei Pruflingen oder 9 J als minimaler Einzelwert bei einer Temperatur von - 20 °C fur PS > 25 bar im
Falle einer SAE Klasse 2 ist.
a
25
EN 14382:2005 (D)
4.2.1.5
Herstellung
Der Hersteller gibt die ausgewahlten Werkstoffnormen in der entsprechenden Dokumentation (siehe 8.1.1) an.
Ale Schwei&verbindungen mussen nach geeigneten Verfahren von qualifizierten Schwei&ern oder Bedienern
von Schwei&einrichtungen gema&jeweils EN 287, EN 288 und EN 1418 ausgefuhrt werden.
Zusatzlich fur Schwei&verbindungen zur Herstellung von Gehausen (einschlie&lich Blindflanschen, Kappen
und Stellgliedgehause):
nur durchgeschweilMe Teile werden verwendet;
Ausfuhrung von Schwei&verbindungen und Warmebehandlung muss EN 13445-4 entsprechen.
Anschwei&muffen brauchen diese Zusatzanforderungen nicht zu erfullen.
Fur alle Druck belastete Teile muss der Hersteller uber ein angemessenes Verfahren verfugen, urn den Werkstoff mittels Kennzeichnung oder Etikettierung oder Gleichwertiges wahrend der Produktion vom Empfang bis
zur Endprufung zu identifizieren.
4.2.1.6
Zerstorungsfreie Priifung (NDT)
Gehause aus Stahl mussen in Ubereinstimmung mit Tabellen 6 und 7 einer zerstorungsfreien Prufung unterworfen werden.
26
EN 14382:2005 (D)
Tabelle 6— Zerstorungsfreie Priifung
Art der zerstorungsfreien Prufung
innere Fehler
Prufabschnitte3
und/oder
Prufumfangb
Oberflachenfehler
Durchstrahlungs-verfahren
Ultraschallverfahren
Sichtverfahren
Magnetpulververfahren
ASME
B16.34:1996,
8.3.1.1
ASME
B16.34:1996,
8.3.1.3
erreichbare
Oberflachen
ASMEB16.34:1996, 8.3.1.2
Schmiedestucke,
Stabe, Bleche und
rohrformige Teile
ASME B16.34:1996, 8.3.2.1
Unanwendbar
ASMEB16.34:1996, 8.3.2.2
SchweiUkonstruktion
Nach E und F in Tabelle 7
Erreichbare
Oberflachen
Nach B in Tabelle 7
Gussteile
Farbeindringverfahren
NDT-Verfahren und Annahmekriterien fur Gussteile,
Schmiedestucke und
SchmelzschweiGreparaturenb
ASME
B16.34:1996,
Annex B
ASME
B16.34:1996,
Annex E
MSS SP55:1985° und
EN 970d
ASME
B16.34:1996,
Annex C
ASME
B16.34:1996,
Annex D
NDT-Verfahren und Annahmekriterien fur KonstruktionsschweiRungen, einschlieUlich
deren SchweiKreparaturenb
Klasse B in
EN 1435,
Zulassungsstufe 2 in
EN 12517
EN 1713,
Prufungsstufe
Bin EN 1714,
Zulassungsstufe 2 in
EN 1712
EN 970
EN 1290,
Zulassungsstufe 2 in
EN 1291
EN 571-1,
Zulassungsstufe 1 in
EN 1289
Allgemeine
Anforderungen
— Werkstoffprufungen mussen nach der Warmebehandlung in Ubereinstimmung mit der Werkstoff- oder
SchweiUverfahrenspezifikation durchgefuhrt werden, wobei der Hersteller dafur einen Zeitpunkt entweder
vor oder nach der Endbearbeitung wahlen kann.
— Erreichbare Oberflachen beinhalten im Fall der Oberflachenprufung auBere und innere Oberflachen
jedoch nicht Gewinde, gebohrte Offnungen, Gewindebohrungen etc.
— Fur die Prufung auf innere Fehler von Gussteilen und durchgeschweiUten Stumpfnahten bis zu einer
Dicke von 60 mm sollte das Durchstrahlungsverfahren und fur Schmiedestucke und andere
(durchgeschweiUte) Nahte das Ultraschallverfahren gewahlt werden, wobei diese Verfahren
gegeneinander ersetzt werden durfen, sofern der Kunde zustimmt und sofern nachgewiesen werden
kann, dass interpretierbare Ergebnisse erzielt werden.
ANMERKUNG
Die betroffenen Teile der ASME B 16.34:1996 werden durch das gleichwertige Dokument ersetzt,
sobald dieses verfugbar sein wird. Beim Redaktionsschluss wird dieser Punkt in die Bearbeitung der prEN 12516-1
einbezogen.
a
Im Fall von geflanschten Stellgliedgehausen mussen die Kehlnahte zwischen den Rohrflanschen und dem
Stellgliedgehause anstatt der SchweiUenden, aber im gleichen AusmalJ, gepruft werden, wie beim Flansch mit
Kappe in den Bildern 10 und 11 von ASME B16.34:-1996. Fur Stellgliedgehause einer grundsatzlich anderen
Bauart kann es notwendig sein, auf der Basis von Erfahrungen mit Probegussteilen andere kritische
Abschnitte festzulegen.
b
Gleichwertige nationale Normen durfen stattdessen herangezogen werden, sofern sie alle einschlagigen
Aspekte abdecken. Wenn gleichwertige ISO- oder EN-Normen vorliegen, die alle einschlagigen Aspekte
abdecken, mussen diese herangezogen werden.
Diese Norm ist nur auf Stellgliedgehause anwendbar.
Diese Norm ist nur auf SchmelzschweiUreparaturen anwendbar.
27
EN 14382:2005 (D)
Tabelle 7 — Mindestumfang derStichprobe
DN
Pmax
Gussteile
100
50<p m a x <100
<50
100
>100
<150
<100
>150
<200
A +C
A+B
>200
<250
A +C
A+B
A
C
Schmiedestucke, Stabe,
Bleche und rohrformige Teile
50<p m a x <100
durchgeschwei&te
Konstruktionsschwei&nahte
>16
5<pmax<16
A+E
nicht durchgeschwei&te
Konstruktionsschwei&nahte
>16
A+B
/
/
>250
A+D
C
D
A+F
A
B
C
D
E
bedeutet die Sichtprufung an 100 % des Produktionsloses.
bedeutet die Magnetpulver- oder Farbeindringprufung an 100 % des Produktionsloses.
bedeutet die Priifung auf innere Fehler an einer Stichprobe von 10 % des Produktionsloses.
bedeutet die Prtifung auf innere Fehler an einer Stichprobe von 20 % des Produktionsloses.
bedeutet die Priifung auf innere Fehler an einer Stichprobe von 10 % der Rund-, Eck- und Dusennahte
des Produktionsloses und 100 % der Langsnahte des Produktionsloses.
F bedeutet die Priifung auf innere Fehler an einer Stichprobe von 20 % der Rund-, Eck- und Dusennahte
des Produktionsloses und 100 % der Langsnahte des Produktionsloses.
ANMERKUNG
Ein Produktionslos besteht aus Gussteilen oder Schmiedestucken, die aus derselben Schmelzung
oder Warmebehandlung hervorgegangen sind, oder SchweiUungen, die im selben Verfahren und/oder vom selben
SchweiUer oder Bediener der SchweiUeinrichtung gefertigt worden sind. Eine Stichprobe ist ein Prozentsatz des zuvor
genannten Produktionsloses.
Falls bei einer Stichprobepriifung ein Gussteil, ein Schmiedestiick oder eine Schwei&ung einer Stichprobe
nicht die Abnahmekriterien erfiillt, muss eine weitere, doppelt so umfangreiche Stichprobe an Gussteilen,
Schmiedestucken oder Schwei&ungen desselben Produktionsloses gepriift werden.
Die Gussteile, Schmiedestucke oder Schwei&ungen, die nicht die Abnahmekriterien erfiillen, miissen nach
einem einschlagigen Verfahren repariert und erneut gepriift werden.
Die NDTs miissen vom qualifizierten Personal nach EN 473 oder gleichwertigen Normen durchgefiihrt
werden.
4.2.2
Anforderungen an Elastomere (einschlie&lich vulkanisiertem Gummi)
Elastomere miissen die entsprechenden Anforderungen der prEN 13787 (Beim Redaktionsschluss befindet
sich dieser Punkt in der Vorbereitung in Wl 00235009) erfiillen.
4.2.3
Anforderungen an weitere nicht-metallische Werkstoffe, abweichend von denen in 4.2.2
Die mit dem Gas in Beriihrung stehenden nicht-metallischen Funktionsteile miissen gegen die in Abschnitt 1
angefiihrten Brenngase und gegen die in der Regel fur Odorierung und Konditionierung verwendeten
Zusatzstoffe chemisch bestandig sein. Au&erdem miissen die Werkstoffe gegen zulassige Verunreinigungen
des Gases bestandig sein.
Die Einwirkung von Fliissigkeiten auf Kunststoffkomponenten muss in Ubereinstimmung mit Tabelle 8 sein.
28
EN 14382:2005 (D)
Wenn nach dem in 5.4 von ISO 175:2000 angegebenen Verfahren ermittelt, muss die Anderung der Masse
nach einer Immersion von einer Woche bei 23 °C + 2 °C in einer Pruffltissigkeit (100% n-Pentan) nach
ISO 1817 sowie anschlie&end eine Trocknungsbehandlung in einem Ofen bei 70 °C + 2 °C die Anforderungen
derTabelle8erf[illen.
Table 8 — Anforderungen an weitere nicht-metallische Werkstoffe, abweichend von denen in 4.2.2
Bestimmung der
Massenanderung
Anforderungen
Maximale Massenanderung nach einer Woche bei
23 °C + 2 °C
EN ISO 175
+ 5%
Maximale Massenanderung einer Trocknungsbehandlung in einem Ofen bei 70 °C + 2 °C
EN ISO 175
+ 5 % bis - 2 %
Eigenschaft
4.3
Gehausefestigkeit
4.3.1
Stellgliedgehause
4.3.1.1
Allgemeines
Fur den Grenzdruck Pl (ermittelt und berechnet nach 7.3), den maximalen zulassigen Druck PS und den
maximalen Eingangsdruck^^ muss gelten:
^>,SbxPS
4.3.1.2
>ShxPumax
Flansche
Der maximal zulassige Betriebsdruckfur Flansche nach den relevanten Teilen von ISO 7005 darf nicht kleiner
als der zulassige Druck PS sein. (Die entsprechenden Abschnitte dieser Norm werden durch die gleich
lautenden Dokumente ersetzt, wenn diese vorliegen werden. Beim Redaktionsschluss wird dieser Punkt in
EN 1092-1, EN 1092-2, EN 1092-3, EN 1092-4, EN 1759-1, EN 1759-3 und EN 1759-4 behandelt.)
4.3.2
Weitere Druck belastete Teile fur Sicherheitsabsperreinrichtung mit einheitlichem
Festigkeitsbereich
Teile, die unter normalen Betriebsbedingungen oder bei Versagen dem Betriebsdruck (Gehause, Kontrollgerat, Zusatzeinrichtung, usw.) ausgesetzt sind, mussen einen Grenzdruck p, und einen zulassigen Druck PS
besitzen, die die folgenden Anforderungen erfullen:
PI > Sh x PS > Sh x
4.3.3
pumax
Weitere Druck belastete Teile fur Sicherheitsabsperreinrichtung mit verschiedenen
Festigkeitsbereichen
Solche SAE haben Druck belastete Teile, bei denen bei Versagen ein Druckanstieg bis auf Pnmax durch eine
gerateeigene Sicherheitseinrichtung wie z. B. Abblaseinrichtung, Anbohrleitung zur Abfuhrung ins Freie oder
eine Entluftung uber die Mess-, Ruckfuhr- und Abstromleitungen verhindert wird.
Diese Druck belasteten Teile mussen den bei Versagen erreichten maximalen D r u c k ^ ^ und den Grenzdruck
Pi mit folgender Bedingung besitzen:
Pi > S xpmax
Siehe 9 fur die Kennzeichnung.
29
EN 14382:2005 (D)
4.3.4
Innere metallische Trennwande
Falls die SAE in verschiedene Druck belastete Einzelkammern geteilt ist, muss die Trennwand nach dem
hochstmoglichen Kammerdruck in Beziehung zum kleinstmoglichen Druck in der angrenzenden Kammer
ausgelegtwerden. Folgende Anforderung muss erfUllt werden:
Pl
4.3.5
> S x Apmax
Mindestwerte des Sicherheitsbeiwerts
Die in Tabelle 9 angegebenen Werte mussen verwendet werden, urn die Wande der Druck belasteten Teile
und die metallischen Trenwande ausreichend fur den zulassigen Druck zu dimensionieren.
Die Sicherheitsbeiwerte, die fur die Membranen gelten, wenn sie sowohl die Funktion der Druck belasteten
Teile als auch die Funktion der inneren Wandtrennung ausuben, sind in 7.3.2 angegeben.
Tabelle 9 — Mindestwerte des Sicherheitsbeiwerts
Mindestwert des Sicherheitsbeiwerts
Werkstoff
S
Nur fur die Teile des Stellgliedgehauses, die durch Krafte aus
den Leitungen beansprucht
werden
Walz- und Schmiedestahl
1,7
2,13
Stahlguss
2,0
2,5
Gusseisen mit Kugelgraphit
2,5
3,13
2,0
2,5
2,5
3,13
2,5
3,13
3,2
4,0
Temperguss
Kupfer-Zink-Knetlegierungen
Aluminiumknetlegierungen
Kupfer-Zinn-Gusslegierungen
Kupfer-Zink-Gusslegierungen
Aluminiumgusslegierungen
AmmA%
Aluminiumgusslegierungen
Amm^,5%
4.3.6
Schweiliverbindungsbeiwert
Fur SchweiBverbindungen sowohl in den Druck belasteten Teilen als auch in den inneren Trennwanden darf
der Verbindungsbeiwert folgende Werte nicht uberschreiten:
NDT-geprufte SAE, fur die bestatigt wurde, dass die gesamte Verbindungsreihe keine bedeutende Mangel
ausweist: 1;
NDT-geprufte SAE: 0,85;
nicht-NDT-geprufte SAE au(3,er Sichtprufung: 0,7.
30
EN 14382:2005 (D)
5
Funktionsanforderungen
5.1
Allgemeines
5.1.1
Sicherheitsabsperr- und Offenstellung
Das Schlie&en des Gasdurchflusses ist automatisch und wird nicht unterbrochen, bis das Stellglied die
Schlie&stellung erreicht hat.
Die Offnung der SAE ist moglich:
fur die Klasse A nur von Hand und zweckdienlich,
fur die Klasse B auch automatisch uber das Druckkontrollsystem.
5.1.2
Einbaulage
Die Funktionsfahigkeit einer in den Geltungsbereich dieses Dokuments fallenden SAE muss in alien vom
Hersteller angegebenen Einbaulagen, + 5°, sichergestellt sein.
5.1.3
Druckausgleichseinrichtung
Falls eine interne Druckausgleichseinrichtung eingebaut wird, muss sie vor dem oder wahrend des Auslosevorganges zuverlassig und automatisch schlie&en.
5.1.4
Eisbildung
Wenn festgelegt in der Bestellspezifikation, mussen die SAE gemafc den Kundenanforderungen, wie z. B.
nach Anhang A, typgepruft werden.
5.1.5
Fehler-Schlieliverhalten
Versagen von Messelementen an Kapseln und Fuhrungsstiften werden nicht berucksichtigt.
SAE der Klasse A mussen in folgenden Fallen schlie&en:
Schaden an der Vergleichermembran,
Versagen der externen Energiezufuhr.
5.1.6
Druckabfall
Fur SAE ohne vollen Durchgang (siehe ISO 5752) muss, soweit in der Bestellspezifikation festgelegt, der
Druckabfall in Abhangigkeit von den Betriebsbedingungen vom Hersteller angegeben werden.
Fur SAE mit vollem Durchgang und dergleichen muss der berechnete Druckabfall im Rohrleitungssystem die
Baulange der SAE mit einschlie&en.
Fur in einen Druckregler integrierte SAE kann die Berechnung des Druckabfalls uber die reziproken Formeln
(3) oder (5) in EN 334:2005 durchgefuhrt werden.
Fur eigenstandige SAE kann die Berechnung des Druckabfalls uber die in Anhang C angegebenen Formel
durchgefuhrt werden.
31
EN 14382:2005 (D)
5.2
Gehausefestigkeit, auliere und innere Dichtheit
5.2.1
Gehausefestigkeit
Druckbelastete Teile durfen bei der Prufung nach 7.5 keine sichtbare Undichtheit aufweisen und es dtirfen
keine Verformungen uber 0,2 %, mit einer unteren Grenze von 0,1 mm, zurtickbleiben.
Der Prozentsatz der bleibenden Verformung wird wie folgt berechnet:
100x I-In 9.
h
Dabei ist
k
der Abstand zwischen 2 Punkten an einem Druck belasteten Teil, bevor der Prufdruck aufge
schlagen wird,
/
der Abstand zwischen den gleichen Punkten, wenn der Prufdruck herausgenommen wird.
5.2.2
Auliere Dichtheit
Druckbelastete Teile und alle Verbindungen mussen, wenn nach 7.7 gepruft, dicht sein.
5.2.3
Innere Dichtheit
Fur Sicherheitsabsperrventile sind die Anforderungen an die innere Abdichtung erfullt, wenn:
Blasendicht fur eine Zeit von 5 s,
die Leckrate nicht gro&er ist als der Grenzwert nach Tabelle 14. Diese Grenzwerte gelten fur beide
Grenzwerte bei Raumtemperatur und bei den Grenztemperaturen.
Anerkannte alternative Lecksuchverfahren (z. B. elektronische Vorrichtungen) konnen bei der Prufung zur
inneren Dichtheit verwendet werden.
Bei solchen Verfahren muss die Gleichwertigkeit nachgewiesen werden.
Innenwande, das geschlossene Stellglied, Druckausgleichseinrichtungen und Verbindungen mussen bei der
Prufung nach 7.8 summierte Grenzwerte aufweisen, die die der Tabelle 14 entsprechen.
Fur Sicherheitsabsperrarmaturen muss die Leckratenklasse nach EN 1349 gernafc der Bestellspezifikation
festgelegt werden.
5.3
Ansprechdruckgruppe
SAE mussen der Ansprechdruckabweichung entsprechend der Ansprechdruckgruppe nach Tabelle 10
genugen.
32
EN 14382:2005 (D)
Tabelle 10 — Vorgegebene Ansprechdruckgruppen
Ansprechdruckgruppe
Zulassige Grenzabweichung
a
AG 1
+ 1 %
AG 2,5
+ 2,5% a
AG 5
+ 5%
a
AG 10
+ 10%
a
AG 20
±20%
b
AG 30
±30%
b
a
mit einer unteren Grenze von 1 mbar
b
nur fur Sollwerte < 200 mbar
Eine SAE kann in Abhangigkeit vom Einstellbereich wh bzw. Eingangsbetriebsdruckbereich W^G verschiedene
Ansprechdruckgruppen haben.
Bei der unteren Temperaturgrenze kann die zulassige Abweichung fur die deklarierte Ansprechdruckgruppe
einer nach 7.9.3 niedrigeren Klasse zugewiesen werden.
5.4
Ansprechzeit
Die Ansprechzeit ta muss betragen
fur Sicherheitsabsperrventile (SAV): < 2 s
fur Sicherheitsabsperrarmaturen (SAA ): < 0,08 DN s fur DN < 250 und < 0,06 DN s fur DN > 250.
Fur Sicherheitsabsperrarmaturen durfen kleinere Ansprechzeiten in der Bestellspezifikation festgelegt werden.
Einstellbare Ansprechzeiten konnen in der Bestellspezifikation vorgeschrieben werden.
5.5
Wiedereinrastdifferenz und Auslosen
5.5.1
Wiedereinrast-Einrichtung
Die Wiedereinrastdifferenz APw muss nach 7.11.2 gemessen werden.
5.5.2
Auslosen durch mechanischen StoR
Die SAE darf bei der Prufung nach 7.11 kein Auslosen verursachen.
5.6
SchlieGkraft
Wenn nach 7.12 gepruft, muss die SchlieGkraft das Schlie&en des Stellglieds unter Berucksichtigung eines
ausreichenden Sicherheitsfaktors unter alien Auslosebedingungen gewahrleisten. Im Falle der SchlieUfedern
mussen entsprechende MaGnahmen wie in 4.1.9 gegen Bruch getroffen werden.
Die SchlieGkraft muss folgende Bedingungen erfullen:
Offenstellung
Fs
>5xR±fxS±fxW+fxD
33
EN 14382:2005 (D)
SchlieBstellung
Fs
>2,5xR±fxS±fxW
Dabei ist
Fs
SchlieBkraft,
R
Reibungskraft in Newton (nicht statische Reibung),
S
Kraft infolge unausgeglichener Belastung vom statischen Druck,
W
Gewichtskraft der beweglichen Teile,
D
Dynamische Kraft auf das Stellglied infolge des Massenstroms durch die SAE,
/ = 1,1
wenn die Kraft D gegen das SchlieBen des Stellglieds wirkt,
/ = 0,9
wenn die Kraft D das SchlieBen des Stellglieds unterstutzt.
Das Zeichen (+) wird gesetzt, wenn die Kraft gegen das SchlieBen des Stellglieds wirkt und das Zeichen (-),
wenn die Kraft das SchlieBen des Stellglieds unterstutzt.
Die dynamische Kraft (£>) wird als null betrachtet, wenn sie das SchlieBen des Stellglieds unterstutzt.
Wenn der StoB der flieBenden Masse auf die beweglichen Teile zu einem Drehmoment wird, muss es bei der
Berechnung von Fs berucksichtigt werden.
Beide Gleichungen mussen bei der kritischsten Betriebsbedingung in der kritischsten Einbaulage gepruft
werden.
5.7
Dauerbelastung und beschleunigte Alterung
Bei der Prufung nach 7.13 muss die SAE den Dichtheitsanforderungen nach 5.2.2 und 5.2.3 genugen und
ihre Ansprechdruckgruppe einhalten.
5.8
Festigkeit des Schaltgerates, Ventilsitzes und Stellgliedes gegen den dynamischen
StoB des stromendes Gases
Diese Anforderung gilt fur die SAE, die einem dynamischen StoB auf das Stellglied in vollstandiger Offenstellung ausgesetzt sind.
Nach der Prufung in Ubereinstimmung mit 7.15 muss die SAE die Anforderungen hinsichtlich der inneren
Dichtheit erfullen.
5.9
Durchflusskoeffizient
Wenn die SAE in einen Druckregler eingebaut ist, werden die Durchflusskoeffizienten nach EN 334
verwendet.
Fur eigenstandige SAE kann ein Durchflusskoeffizient nach 7.9.5 verwendet werden.
5.10 Visuelle Endkontrolle
Nach den Prufungen von 7.5 bis einschlieBlich 7.15 sowie 7.4 und Anhang A, wenn anwendbar, durfen keine
QbermaBige Abnutzung, Verbindung, Korrosion, Beschadigung oder andere Mangel eingetreten sein, die die
Langzeittauglichkeit der SAE beeintrachtigen konnen.
34
EN 14382:2005 (D)
6
Prufung
6.1
Allgemeines
Der Abschnitt 6 gilt als Leitfaden fur das Verfahren, das zur Anwendung kommen kann, wenn eine Konformitatsbewertung entsprechend den Anforderungen dieser Europaischen Norm angefordert wird.
Die dem Abschnitt 6 zugeordneten Unterabschnitte konnen auch bei der Konformitatsbewertung nach der
DGRangewendetwerden.
6.2
Priifarten
TabelleU liefert eine Ubersicht zu den verschiedenen Prufarten und stellt deren Verbindungen zu den
unterschiedlichen Anforderungen und Prufverfahren jeweils der Abschnitte 4, 5 und 7 dar.
Die in diesem Kapitel festgelegten Anforderungen mussen beachtet werden, wenn eine Konformitatsbewertung gemaG dieser Norm vom Hersteller beantragt wird.
Wenn eine Konformitatsbewertung von einer Drittstelle oder vom Hersteller gemaG dieser Norm durchgefuhrt
wird, kann die SAE mit der Nummer dieser Norm als Kennzeichnung versehen werden.
Tabelle 11 Priifart
B
|
H
Ubersicht der Priifungen und relevante Anforderungen
|
|
U
|
Anforderungen und Prufverfahren
Anforderung
Uberschrift
|
Verfahren
Baupriifungen
A
I
A
I
A
I
4.1
Mali- und Sichtkontrolle
I
7.1
A
|
A
|
A
|
4.2
Werkstoffkontrolle
|
7.2
A
4.3
Uberprufung der Festigkeit der
Druck belasteten Teile und der
inneren metallischen Trennwande
7.3
A
4.1.10
Uberprufung der Festigkeit der die
Stellantriebskrafteubertragenden
Teile
7.4
Funktionspriifungen
A
A
A
5.2.1
Festigkeitsprufung des Gehauses
und der inneren Trennwande
7.5
A
A
A
5.2.2
Prufung der au&eren Dichtheit
7.7
A
A
A
5.2.3
Prufung der inneren Dichtheit
A
a
a
5.3
Prufung bei der
Umgebungstemperatur
7.8
7.9.2
A
5.3
Prufung bei den Betriebstemperaturgrenzen - 20 °c oder - 10 °C
oder + 60 °C
7.9.3
A
5.3
Uberprufung des oberen Grenzwertes des hochsten Einstellbereiches
7.9.4
A
A
A
5.4
Ansprechzeit
7.10
A
A
5.5
Wiedereinrastdifferenz und Auslosen
7.11
A
5.6
SchlieGkraft
7.12
A
5.7
Dauerbelastung und beschleunigte
Alterung
7.13
35
EN 14382:2005 (D)
TabelleU (fortgesetzt)
B
Priifart
H
|
Anforderungen und Priifverfahren
Anforderung
Uberschrift
Verfahren
A
5.8
Uberprufung der Festigkeit fur das
Schaltgerat, den Ventilsitzb und das
Stellglied
7.15
A
5.9
Ermittlung des Durchflusskoeffizientenc
7.9.5
A
5.10
Visuelle Endkontrolle nach der
Baumusterprufung
7.16.1
7.16.12
Visuelle Endkontrolle nach den
Herstellerprufungen und der
Produktionsuberwachung
7.16.2
A
U
I
|
A
A= Anwendbar
0 = Uberwachung
a
b
c
6.3
H = Herstellerprufung
B = Baumusterprufung
Prufung in der Regel nach 7.9.2, aber nur bei Raumtemperatur, mit 5 Auslosevorgangen. Einstellbereich oder
spezifischer Einstellbereich oder Ansprechdruck nach der Bestellspezifikation oder nach Anweisung des
Herstellers, wenn nicht anders festgelegt.
Diese Prufung wird nur durchgefuhrt, wenn eine dynamische StoUbelastung auf das Stellglied in der vollstandigen
Offenstellung vorhanden ist.
Fur SAE mit vollem Durchgang oder dergleichen ist diese Prufung nicht anwendbar.
Baumusterprufung
Die Prufungen (siehe Tabelle 11) dienen der Leistungseinstufung der SAE oder SAE-Baureihe. Dabei werden
die in 8.1.1 aufgelisteten Uberprufungen der Dokumentation mit einbezogen.
Wenn konstruktive Veranderungen an einer SAE oder SAE-Baureihe so vorgenommen werden, dass sich die
Ergebnisse derobigen Prufungen andern konnen, muss der Herstellerdie betroffene/n Partei/en informieren.
6.4
Auswahl von Priiflingen
Fur die Anzahl und Art der SAE, die einer Baumusterprufung zu unterziehen sind, gilt:
mindestens eine SAE fur jede Zusatzeinrichtung bzw. jedes Kontrollgerat,
mindestens zwei GroGen (Nennweite DN),
mindestens eine SAE pro Ansprechdruckgruppe (AG), soweit anwendbar.
Falls dieselbe SAE sowohl als eigenstandige Einheit als auch in Kombination verwendet werden kann, reicht
eine Prufung.
6.5
Herstellerprufungen
Die Herstellerprufungen (siehe Tabelle 11) sind diejenigen, die wahrend der Fertigung vorgenommen
werden. Es wird gepruft, ob Werkstoffe, Dimensionierung, aufcere Bedingungen und Ansprechdruckgruppen
mit den Ergebnissen der Baumusterprufung in Ubereinstimmung bleiben.
Die Herstellerprufungen fur Regenerate, wenn anwendbar, sind in EN 334 festgelegt.
36
EN 14382:2005 (D)
6.6
Uberwachung
Diese Prufungen und Uberprufungen (siehe Tabelle 11) werden unter Verantwortung der interessierten
Partei/en durchgefuhrt, urn die fortlaufende Konformitat zu bestatigen.
Folgende Prufungen kommen hinzu:
Uberprufung der Prufberichte des Herstellers,
Uberprufung von Zeichnungen und Werkstoffzertifikaten.
7
Prufverfahren
7.1
Mali- und Sichtkontrolle
Es wird uberpruft:
die Ubereinstimmung der Druck belasteten Teile hinsichtlich der MaGe mit den jeweiligen Zeichnungen,
die Ubereinstimmung der Ausfuhrung der SAE mit der zugehorigen Montagezeichnung und den
Bauanforderungen dieser Norm.
7.2
Werkstoffkontrolle
Die Ubereinstimmung der verwendeten oder vorgeschriebenen Werkstoffe mit den Anforderungen nach 4.2
wird uberpruft.
Die Uberprufung der verwendeten Werkstoffe wird anhand der Werkstoffzertifikate vorgenommen.
Die Uberprufung der vorgeschriebenen Werkstoffe wird anhand der Stuckliste vorgenommen.
7.3
Uberprufung der Festigkeit der Druck belasteten Teile und inneren metallischen
Trennwande
7.3.1
Berechnungsverfahren fur die Festigkeit
Die Ubereinstimmung der tatsachlichen Sicherheitsbeiwerte mit den in 4.3.5 festgelegten Werten und die
Ubereinstimmung der Materialdicken in den Zeichnungen mit den in den Festigkeitsberechnungen
festgelegten Werten werden uberpruft.
Die Berechnung der Festigkeit kann nach EN 12516-2 und prEN 12516-4 erfolgen.
7.3.2
Experimentelles Auslegungsverfahren
Die Ubereinstimmung der tatsachlichen Sicherheitsbeiwerte mit den in 4.3.5 festgelegten Werten wird unter
Berucksichtigung der minimal zulassigen Materialdicken in den Zeichnungen und der minimalen Streckgrenze
der selektierten Werkstoffe uberpruft.
Die tatsachlichen Sicherheitsbeiwerte werden mit einem der zwei folgenden Verfahren ermittelt:
Wasserdruckprufung bis an die Streckgrenze oder bis zum ersten Anzeichen von Versagen von Teilen.
Der Grenzdruck p\, bei dem erste Anzeichen von Flie&en oder Versagen auftreten, muss betragen:
37
EN 14382:2005 (D)
S
ry
pl>'PSxShx
X
Ko.2 r
Rv0,2
*mm
min
/^PSxSx—x
*mm
fur andere Ausrustungsteile
r
^,0,2
nur fur das Stellgliedgehause,
min
Wasserdruckprufung und Nachweis, dass keine Verformungen entsprechend 5.2.1 zuruckbleiben bis zu
einemDruckvon:
0,9xPSxS,x
■V
S
w
r
X
nur fur das Stellgliedgehause
K0.2L
0,9xPSxSx^X|iW|
S
Ko.2 min
w
i
fur andere Ausrustungsteile
Dabei ist
smm
Sry
minimale
eintritt,
Auslegungswanddicke am Ort, an dem das erste Anzeichen von Versagen
gemessene Wanddicke des Pruflings in mm am Ort, an dem das erste Anzeichen von
Versagen eintritt,
K02U
Minimalwert der Streckgrenze in N/mm2 fur den ausgewahlten Werksstoff nach der
entsprechenden Norm,
K0,2 |r
gemessene Streckgrenze in N/mm2 fur des beim Prufling verwendeten Werkstoffes,
minimale Wanddicke in mm am schwachsten Punkt,
gemessene Wanddicke des Pruflings in mm am schwachsten Punkt.
Der schwachste Punkt kann uber eine technische Bewertung oder Messungen (Dehnungsmessstreifen usw.)
ermitteltwerden.
Die obigen Prufungen werden so durchgefuhrt, dass Verformungen der Pruflinge in alle Richtungen moglich
sind. Keine weiteren durch Biegung, Drehmomente oder Spannung verursachten Beanspruchungen durfen
eintreten.
Krafte aus Befestigungsvorrichtungen mussen gleicher Art sein wie die in den normalen Installationsbedingungen.
Die aus unterschiedlichen Werkstoffen hergestellten Stellgliedgehause und Druck belasteten Teile durfen
separat Druck gepruft werden.
Fur die Wasserdruckprufung durfen besondere hochfeste Befestigungsbolzen und Muttern verwendet werden.
Membranen in Kammern, die als Druck belastete Teile einem maximalen Differenzdruck A/? m a x unterliegen,
oder unterliegen konnen, mussen einem Prufdruck von mindestens standhalten:
0,3 bar, wenn A/?max < 0,15 bar,
2 A/?max, wenn 0,15 bar < APmax
< 5 bar,
1,5 Apmax, aber mindestens 10 bar, wenn Apmax>5
38
bar.
EN 14382:2005 (D)
7.4
Uberpriifung der Festigkeit der die Stellantriebskrafte ubertragenden Telle
Die Ubereinstimmung der tatsachlichen Sicherheitsbeiwerte mitdenen in 4.1.10 und die Ubereinstimmung der
Dimensionierungszeichnungen mit den bei der Festigkeitsberechnung oder alternativ bei einer Prufung
festgestellten Werten werden uberpruft.
7.5
Festigkeitsprufung fur Gehause und innere metallische Trennwande
Druck belasteten Teile, einschlie&lich der Teile, die bei Versagen der Membran oder der Differenzdrucksicherung zu Druck belasteten Teilen werden konnen, mussen Druck gepruft werden. Die Prufung wird
fur die Dauer von drei Minuten mit Wasser bei Raumtemperatur mit den in Tabelle 12 angegebenen Drucken
durchgefuhrt. Die Kriterien von 5.2.1 mussen erfullt werden.
Die Prufung wird so durchgefuhrt, dass sich die SAE in alle Richtungen verformen kann. Keine weiteren durch
Biegung, Drehmomente oder Spannung verursachten Beanspruchungen durfen eintreten.
Krafte aus Befestigungsvorrichtungen mussen gleicher Art sein wie die in den normalen Installationsbedingungen, mindestens wahrend der Baumusterprufung.
Die Prufung darf ohne Innenausrustung vorgenommen werden (d. h. ohne die inneren Teile, die gewohnlich
mitdem uberwachten Gasstrom in Beruhrung kommen).
Unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen darf die Prufung auch mit Luft oder Stickstoff vorgenommen
werden.
Durch Membranen aufgeteilte Kammern werden auf beiden Seiten der Membran mit dem gleichen Druck
beaufschlagt.
Tabelle 12 — Driicke fur die Prufung der Gehausefestigkeit
Kammern, die Gasdriicken
ausgesetzt sind oder
ausgesetzt werden konnen
Druckbelastete Einzelkammer
bei Hochstdruck, mit —
mindestens auf einer Seite —
einer inneren metallischen
Trennwand
Nach 4.3.3 gesicherte Kammern,
die einem Gasdruck ausgesetzt sind
oder ausgesetzt werden konnen
Priifdriicke in bar
1,5 PS
1,5APmax
1,5/w
mindestens jedoch PS + 2 bar
mindestens jedoch APmax + 2 bar
mindestens jedoch Pmax + 2 bar
7.6
Festigkeitsprufung fur Gehause und innere metallische Trennwande
Anstelle von Wasserdruckprufungen nach 7.5 konnen andere anerkannte Prufungen (z. B. Luftdruckprufungen) durchgefuhrt werden, fur die vorher zusatzliche MaGnahmen wie zerstorungsfreie Prufungen oder
andere gleichwertige Verfahren ergriffen werden.
7.7
Auliere Dichtheit
7.7.1
Auliere Dichtheitspriifung von metallischen Gehausen
Die zusammengebaute SAE und ihre Zusatzeinrichtungen werden einer Luftdruckprufung unterzogen, urn die
Erfullung der Anforderungen nach 5.2.2 festzustellen. Die Prufung wird bei Raumtemperatur mit Luft oder Gas
mit dem in Tabelle 13 festgelegten Prufdruck vorgenommen. Diese Prufung muss an einer zuvor auf
Festigkeit gepruften SAE durchgefuhrt werden fur mindestens:
15 min bei der Baumusterprufung,
1 min bei der Herstellerprufung und Uberwachung.
39
EN 14382:2005 (D)
Das Ergebnis der Prufung ist zufrieden stellend, wenn eine der folgenden Bedingungen erfullt ist:
blasendicht fur eine Dauer von 5 s. Diese Prufung darf durch Auftrag eines Schaum bildenden Mittels,
durch Eintauchen in einen Wassertank oder andere gleichwertige Verfahren erfolgen,
au&ere Undichtheiten, die nichtdie in Tabelle 14 angegebenen Grenzwerte uberschreiten.
Die Prufdrucke in Tabelle 13 gelten nicht fur die Kammern, die mindestens auf einer Seite von einer
Membrane getrennt sind, selbst wenn sie unter Gasdruck in den normalen Betriebsbedingungen stehen.
Die Prufung wird so durchgefuhrt, dass sich die SAE in alle Richtungen verformen kann. Keine weiteren durch
Biegung, Drehmomente oder Spannung verursachten Beanspruchungen durfen eintreten
Krafte aus Befestigungsvorrichtungen mussen gleicher Art sein wie die in den normalen Installationsbedingungen, mindestens wahrend der Baumusterprufung.
Anerkannte alternative Lecksuchverfahren (z. B. elektronische Vorrichtungen) konnen bei der Prufung zur
inneren Dichtheit verwendet werden. Bei solchen Verfahren muss die Gleichwertigkeit nachgewiesen werden.
Tabelle 13 — Driicke fur die Prufung der aulieren Dichtheit
Nach 4.3.3 gesicherte Kammern, die
Pmax ausgesetzt sind oder ausgesetzt
werden konnen
Kammern, die Gasdriicken ausgesetzt sind oder
ausgesetzt werden konnen
>ps
<Psa
Prufdrucke in bar
1,2/>,o,max
1,1 PS
a
1,1/w
mindestens jedoch 0,5 PS
nur, falls PS < 20. Fur PS > 20 ist der Prufdruck 1,1 PS.
Tabelle 14 — Maximale auliere und innere Undichtheiten
3
Nennweite DN
Luftleckra te in cm /ha
Auliere
Innere1
40
15
80
60
25
100 bis 150
100
40
200 bis 250
150
60
300 bis 350
200
100
400
400
300
25
40 bis
a
bei Standardbedingungen
b
im Falle besonderer Anforderung in der Bestellspezifikation, siehe Anhang I (gilt nur fur Sicherheitsabsperrventile)
40
EN 14382:2005 (D)
7.7.2
Auliere Dichtheitspriifung von auf einer Seite mindestens von einer Membrane getrennten
Kammern
Solche Kammern mussen mit Luft gepruft werden mit mindestens einem Prufdruck (in bar) von:
0,2 bar, wenn APmax < 0,15 bar;
1,33 A/?max, wenn 0,15 bar < APmax < 5 bar;
1,1 Apmax.aber mindestens 6,65 bar, wenn APmax> 5 bar.
Prufverfahren und Annahmekriterien nach 7.7.1.
7.8
Innere Dichtheit
Fur Sicherheitsabsperrventile:
Die Prufung zur inneren Dichtheit wird an einer zusammengebauten SAV und ihren Zusatzeinrichtungen bei
Raumtemperatur und mit zwei verschiedenen Drucken von 0,1 bar und 1,1 PS auf der Eingangsseite des
Stellglieds sowie beim atmospharischen auf der Ausgangsseite unterzogen, urn die Erfullung der
Anforderungen nach 5.2.3 festzustellen. Diese Prufung darf vor oder nach den Funktionsprufungen nach 7.9.2
durchgefuhrt werden.
Die in die Gas-Druckregelgeraten integrierten
stellung gepruft.
SAVs werden mit dem Gas-Druckregelgerat in der Offen-
Das Prufverfahren zur Messung der Leckratenklasse erfolgt, wenn anwendbar, nach EN 1349.
Fur Sicherheitsabsperrarmaturen:
Die Prufungen werden nach EN 1349 durchgefuhrt.
7.9 Ansprechdruckgruppe
7.9.1
Allgemeine Bedingungen
Die Prufungen konnen entweder mit Luft oder Betriebgas durchgefuhrt werden. Falls erforderlich, mussen die
gemessenen Durchflusse auf Luft unter normalen Bedingungen umgerechnet werden. Druckmessgerate
mussen eine Genauigkeit von mindestens 0,25 AG aufweisen. Die Prufungen mussen bei Raumtemperatur in
der vom Hersteller festgelegten Einbaustellung vorgenommen werden.
AuGere Mess- und Hilfsdruckleitungen mussen nach den Vorgaben des Herstellers an der Rohrleitung angebracht werden.
Der Durchmesser b der Druckabnahme im Bild 5 muss mindestens 3 mm und darf hochstens ein Zehntel der
Rohrnennweite, mit einer oberen Grenze von 12 mm, betragen. Die Anbohrung muss rund und ihre Kante
sauber und scharf oder leicht gerundet sein, frei von Graten und anderen Fehlern. Die mechanische
Verbindung darf mit jedem geeigneten Verfahren unter der Voraussetzung hergestellt werden, dass vorstehende Empfehlungen eingehalten werden. Keinesfalls durfen Formstucke in das Rohr hineinragen.
41
EN 14382:2005 (D)
Legende
1 Minimum 2,5 b, empfohlen 5 b
Bild 5 — Druckabnahme
Die Prufung erfolgt an einer Prufstrecke (siehe Bild 6) unter folgenden Betriebsbedingungen:
das Stellgliedgehause der SAE wird von beiden Seiten mit Drucken beaufschlagt,
das Kontrollgerat der SAE wird mit einem dem uberwachten Druck entsprechenden, variablen Druck
beaufschlagt. Die Drucksteigerungsrate wird konstant gehalten,
die ganze Einheit ist in einem Raum mit kontrollierten Temperaturen zwischen - 10 °C (oder - 20 °C) und
60 °C mindestens fur Prufungen bei Grenztemperaturen, installiert.
Die Ansprechgruppen fur die Uberdruck- und Unterdruckabsicherung werden, wenn anwendbar, getrennt
ermittelt.
7.9.2
Prufung bei Raumtemperatur
Prufverfahren:
Fur jede angegebene Ansprechdruckgruppe (AG) und den relevanten
Eingangsdruckpumax
Einstellbereich.
a)
das Gehause wird bei Raumtemperatur gehalten,
b)
der Ansprechdruck wird auf den untersten Grenzwert des Einstellbereiches eingestellt,
c)
beginnend bei ca. 80 % des ausgewahlten Ansprechdruckes wird der zu uberwachende Druck bis zum
SchlieGen der SAE mit einer Drucksteigerungsrate nicht gro&er als 1,5 % des Wertes des ausgewahlten
Ansprechdrucks pro Sekunde bis zur SchlieGung der SAE erhoht,
d)
die Prufung c) wird neunmal wiederholt; der Sollwert ps ist der arithmetischer Mittelwert aus zehn
festgestellten Werten; die Herstellerprufung wird nur funfmal wiederholt und der Sollwert ist der
arithmetischer Mittelwert aus sechs festgestellten Werten,
e)
ohne weitere Einstellungen werden die Prufungen a) bis d) mit dem Gehause wiederholt, das mit dem
maximalen Eingangsdruck (/?umax) beaufschlagt wird,
f)
der Sollwert ist der arithmetische Mittelwert aus in d) und e) berechneten Sollwerten.
42
EN 14382:2005 (D)
Das Prufverfahren fur die Unterdruckabsicherung ist gleich dem oben stehenden. Es wird fur die Prufung c)
mit einem Druck entsprechend 120 % des ausgewahlten Ansprechdruckes begonnen.
Die geltenden Anforderungen sind erfullt, wenn die in c), d) und e) berechneten Werte des Ansprechdruckes
sich innerhalb folgenden Bereiches befinden:
P
7.9.3
100J
Prufung bei den Grenztemperaturen - 20 °C oder- 10 °C und 60 °C
Die Prufungen werden in einer Kammer mit kontrollierter Temperatur bei den unteren Grenztemperaturen von
(-20 ± 2) °C oder (- 10 ± 2) °C mit einem trockenen Prufmedium (Taupunkt < - 2 5 °C) oder (60 + 2 °C)
durchgefuhrt.
Die Prufung nach 7.9.2 bei Raumtemperatur ist gemaG der nachstehenden Prufung ohne weitere Einstellung
des Ansprechdrucks durchzufuhren.
Prufverfahren:
a)
das Gehause der SAE wird in der Offenstellung beaufschlagt, urn den Eingangsdruck bei 0,1 bar zu
halten,
b)
die kontrollierte Temperatur der Kammer wird auf den Grenzwert eingestellt und die SAE auf dieser
Temperatur gehalten, bis die Temperatur an alien Teilen der SAE mit einer Toleranz von + 2 °C gleich
wird,
c)
beginnend bei ca. 80% des ausgewahlten Ansprechdruckes wird der uberwachter Druck bis zum
SchlieGen der SAE mit einer Drucksteigerungsrate nicht gro&er als 1,5 % des Wertes des ausgewahlten
Ansprechdrucks pro Sekunde bis zur SchlieGung der SAE erhoht,
d)
die innere Abdichtung wird uberpruft,
e)
das Prufverfahren fur die Unterdruckabsicherung ist gleich dem oben stehenden. Es wird fur die Prufung
c) mit einem Druck entsprechend 120 % des ausgewahlten Ansprechdruckes begonnen.
Die geltenden Anforderungen sind erfullt, wenn die interne Dichtheit den Anforderungen nach 5.2.3 entspricht
und die in c) ermittelten Sollwerte derfestgelegten Ansprechgruppe entsprechen.
Nur fur die Prufungen bei - 20 °C und - 10 °C konnen die Ergebnisse Ansprechgruppen bei Raumtemperatur
entsprechen, die urn den doppelten Wert hoher sind. Ein Ausnahmefall ist bei Raumtemperatur und AG = 30,
in dem AG = 30 mit 1,5 multipliziert werden kann.
BEISPIEL
Bei Raumtemperatur kann AG 5 in AG 10, beide bei -20 °C und -10 °C, umgewandelt werden.
Bei Raumtemperatur kann AG 30 in AG 45, beide bei -20 °C und -10 °C, umgewandelt werden.
7.9.4
Uberpriifung des oberen Grenzwerts des hochsten Einstellbereiches
Prufverfahren:
a)
das Gehause wird bei atmospharischer Temperatur gehalten,
b)
c)
der Ansprechdruck wird auf den untersten Grenzwert des Einstellbereiches eingestellt,
beginnend bei ca. 80% des ausgewahlten Ansprechdruckes wird der uberwachte Druck bis zum
SchlieGen der SAE mit einer Drucksteigerungsrate nicht gro&er als 1,5 % des Wertes des ausgewahlten
Ansprechdrucks pro Sekunde bis zur SchlieGung der SAE erhoht,
43
EN 14382:2005 (D)
d)
die Prufung c) wird funfmal wiederholt,
e)
der arithmetische Mittelwert aus sechs festgestellten Werten wird berechnet.
Die anwendbaren Anforderungen sind erfullt, wenn der in e) berechnete Sollwert der festgelegten Ansprechgruppe entspricht.
7.9.5
Berechnung des Durchflusskoeffizienten
Im Falle der eigenstandigen SAE wird eine spezifische Berechnung durchgefuhrt, indem die SAE mit dem
Stellglied in der vollstandigen Offenstellung auf einer Prufstrecke nach 7.7.7.4.7 von EN 334:2005 gepruft
wird. Folgende Formeln zum Durchflusskoeffizient konnen verwendet werden:
diejenigen in 6.2 von EN 334:2005 oder
C v -Koeffizient wie nachstehend ausgedruckt.
Der Cv- Koeffizient muss in mindestens drei verschiedenen Betriebsbedingungen wie folgt bestimmt werden:
Cvi
Q
404,72,/A, P» + Pb
\
dx(tu +273)
Dabei ist
Cvi
Durchflusskoeffizient fur eine Prufung,
Q
Volumenstrom in m3/h in den Standardbedingungen,
AP
Druckabfall durch die SAE in bar,
Pn
Eingangsdruck in bar,
tn
Eingangstemperatur in °C,
Ph
absoluter atmospharischer Druck im Raum in bar,
d
relative Dichte (Luft 1, dimensionsloser Wert).
Es muss davon ausgegangen werden, dass der Durchflusskoeffizient Cv dem arithmetischen Mittel aus den
drei Werten gleich ist. Fur Cv ist eine Toleranz von + 10 % gegenuber dem angegebenen Wert zugelassen.
44
EN 14382:2005 (D)
Legende
1 SAE (in der Darstellung Einschluss eines Klimaraums an der Eingangsseite)
2 Mikroschalter o.A.
3 Aufzeichnungsgerat
4 Druckgeber
5 Klimaraum
6 DruckgefaG (in der Darstellung im Klimaraum eingeschlossen)
7 Leckmengenventil
8 Absperr- oder Nadelventil
9 Druckregler
10 Druckanzeiger
A Regelgerat fur d e n Betriebs-druck der S A E
B Regelgerat zur Einstellung d e s uberwachten Drucks
V-\ Ventil z u m A u s b l a s e n der Prufstrecke und zur Prufung der internen Dichtheit
V2
Drucksteigerungsventi
V3
Volumenstromregelventil
Bild 6 — Prufstrecke f u r S A E
7.10 Ansprechzeit
Die Ansprechzeit fur den oberen Ansprechdruck wird bei Raumtemperatur gemessen. Die Prufung beginnt mit
dem Stellglied in der Offenstellung bei maximalem Betriebsdruck. Falls die Ansprechzeit bei geringerem
Betriebsdrucken langer ist, wird die Prufung bei minimalem Betriebsdruck wiederholt. Der anfangliche
uberwachte Druck entspricht etwa 50 % des gewahlten Sollwerts. Anschlie&end wird der uberwachte Druck
so schnell erhoht, dass dabei die maximale Ansprechdruckabweichung innerhalb 0,2 s uberschritten wird
(siehe Bild 7). Die Ansprechzeit wird mit einer Genauigkeit von < 0,1 s bestimmt.
Die Ansprechzeit wird gemessen ab dem Punkt, wo der uberwachte Druck die Obergrenze der AG erreicht,
bis zu dem Punkt, wo das Stellglied seine SchlieGstellung einnimmt. Die Prufung beinhaltet drei aufeinander
folgende SchlieGvorgange. Die Ansprechzeit wird aus dem arithmetischen Mittel der drei Messwerte gebildet.
Die Ansprechzeit wird unter Angabe der Prufbedingungen im Prufbericht festgehalten (mit besonderer
Hervorhebungbeiuber2s).
45
EN 14382:2005 (D)
Legende
1 Sollwert des Ansprechdrucks (pso)
2 uberwachter Druck
3 Ansprechdruckgruppe AG
4 f < 0,1 s
5 Ansprechzeit ta
6 SchlieGcharakteristik
7 offen
8 geschlossen
Bild 7 — Bestimmung der Ansprechzeit
7.11 Wiedereinrastdifferenz und Auslosen
7.11.1 Oberer Ansprechdruck
Die Prufungen werden bei Raumtemperatur, mit dem Stellglied in der SchlieGstellung, dem uberwachten
Druck auf den oberen Ansprechdruck eingestellt und dem Gehause der SAE mit dem oberen Betriebsdruck
beaufschlagt, durchgefuhrt.
Die Prufungen beginnen mit einem uberwachten Druck oberhalb des in 7.9.4 bestimmten Sollwerts.
AnschlieGend wird der Druck bis zur Untergrenze der Ansprechdruckgruppe abgesenkt. Unter dieser
Bedingung darf kein Wiedereinrasten auftreten.
Danach wird der uberwachte Druck auf den vom Hersteller angegebenen Wert entsprechend der Einrastdifferenz eingestellt. In diesem Zustand wird das Stellglied geoffnet. Im eingerasteten Zustand werden fur
DN < 150 StoUbelastungsprufungen entsprechend Bild 8 und Tabelle 15 (oder Gleichwertiges) durchgefuhrt.
Die StoGbelastungen werden zehnmal entsprechend Tabelle 15 oder durch andere Belastungen gleicher
Energie auf die Verbindung unmittelbar am Ausgang der SAE durch einen Fallhammer aufgebracht.
Die Prufanforderungen sind erfullt, wenn kein Auslosen der Absperreinrichtung eintritt.
Die bestimmte Wiedereinrastdifferenz und die Prufbedingungen werden im Prufbericht angegeben.
46
EN 14382:2005 (D)
7.11.2 Unterer Ansprechdruck
Diese Prufung wird gegebenenfalls analog zu 7.11.1 durchgefuhrt.
Tabelle 15 — Masse der Stolibelastung
M(kg)
DN
PS<16
PS> 16
DN<50
0,2
0,3
65<DN<150
0,4
0,6
MalJe in Millimeter
Legende
1 Fixierung
2 Prufling
3 StoGaufnahmeplatte
4 Fixierung
5 Fallhammer (M)
Bild 8 — Stolibelastungspriifstrecke
7.12 SchlieGkraft
Die Herstellerangaben zu alien wesentlichen Belastungen werden unter Betriebsbedingungen bei Raumtemperatur bei der Prufung der SAE uberpruft. Die Prufung wird auch fur den vom Hersteller anzugebenden
ungunstigsten Fall durchgefuhrt.
Zu diesem Zweck wird die SchlieGkraft Fs jeweils sowohl in der Offenstellung als auch in der SchlieUstellung
des Stellglieds als der arithmetische Mittelwert aus drei Prufungen bestimmt, gleichermaUen wird die Reibung
(R) bestimmt. Die zu berucksichtigende Reibung ist die, die in Bewegung (keine statische Reibung)
gemessen wird. Die resultierenden BelastungenfS*) und (W) werden berechnet.
47
EN 14382:2005 (D)
Die dynamische Kraft (£>) wird nur betrachtet, wenn sie gegen das SchlieGen des Stellglieds in der
vollstandigen Offenstellung wirkt. Sie kann unter den ungunstigsten Bedingungen gemessen oder wie folgt
berechnet werden:
D=
CrxAxpu\Xc^
Dabei ist
Cr
dynamischer Koeffizient (siehe Anhang D.2);
A
Betatigungsfeld des Stellgliedes im Fuid (siehe Anhang D.1), in m2;
pul
Dichte des Fluids mit Durchfluss & , (siehe 7.15) in kg/m3;
Cul
Durchflussgeschwindigkeit des Gases am Flanscheingang beim Volumenstrom Qnl (siehe 7.15)
in m/s.
Die Prufung ist bestanden, wenn die Anforderungen nach 5.6 eingehalten werden.
Bei SAE mit unterschiedlichen Einbaulagen (siehe 5.1.2) wird der ungunstigste Fall betrachtet.
7.13 Dauerbelastung und beschleunigte Alterung
Prufverfahren:
a)
die SAE ist fur den untersten spezifischen Einstellbereich ausgestattet und auf dessen Mittelpunkt
eingestellt,
b)
die SAE wird 100 SchlieGvorgangen unterzogen (dazu konnen SchlieGvorgange aus vorhergehenden
Prufungen zahlen),
c)
die innere Dichtheit wird nach 7.8 und die Ansprechgruppe nach 7.9.2 uberpruft,
d)
die SAE wird bei der unteren Grenztemperatur 50 weiteren SchlieGvorgangen unterzogen,
e)
nachdem die SAE wieder Raumtemperatur angenommen hat, werden Dichtheit und Ansprechdruckgruppe nach 7.8 und 7.9.2 uberpruft.
7.14 Gasbestandigkeit der Teile aus nicht-metallischen Stoffen
Die Prufungen sollen nur an den Teilen aus nicht metallischen Stoffen durchgefuhrt werden, die Einfluss auf
den Betrieb der Vorrichtung nehmen.
Die Uberprufung wird nach der Anforderung von 4.2.3 durchgefuhrt.
7.15 Uberprufung der Festigkeit des Schaltgerates, des Ventilsitzes und des Stellglieds
Diese Prufung wird nur an SAE durchgefuhrt, wenn ein dynamischer StoB auf das Stellglied in vollstandiger
Offenstellung auftritt.
Diese Prufungen werden an einer SAE nur mit einem Stellglied in vollstandiger Offenstellung auf einer
Prufstrecke nach 7.7.7.4.7 der EN 334:2005 unter den spezifischen Prufbedingungen durchgefuhrt wenn das
nachstehende Produkt maximal ist:
2
(aUXPulU,
48
EN 14382:2005 (D)
Dabei ist
g ul Volumenstrom am Flanscheingang in m3/h
Bedingungen),
pul
in den Betriebsbedingungen (nicht in den normalen
Dichte des Fluids mit Durchfluss Qnl in kg/m3 am Flanscheingang.
Beide Werte Q^ und pul werden aus den vom Hersteller angegebenen Werten ausgewahlt.
Die Prufbedingungen mussen Folgendem entsprechen:
Dabei ist
e ut Volumenstrom am Flanscheingang in m3/h
Bedingungen),
Put
in den Betriebsbedingungen (nicht in den normalen
Dichte des Fluids mit Durchfluss & , in kg/m3 am Flanscheingang.
Prufverfahren:
a)
die SAE ist hinsichtlich der Uberdruckuberwachungseinheit mittels des Sollwerteinstellers fur den
untersten spezifischen Einstellbereich ausgestattet und auf dessen Mittelpunkt eingestellt,
b)
der Eingangsdruck ist auf diesen Wert eingestellt, urn am Eingang eine Dichte gleich put zu erreichen,
c)
der Volumenstrom wird bis zum Wert Qut angehoben,
d)
durch Druckanstieg des kontrollierten Druckes im Kontrollgerat wird die SAE geschlossen,
e)
durch Druckabsenkung des kontrollierten Drucks im Kontrollgerat wird die SAE wieder geoffnet,
f)
durch Druckanstieg des kontrollierten Drucks im Kontrollgerat wird die SAE geschlossen,
g)
die Vorgange e) und f) werden zweimal wiederholt,
h)
die innere Dichtheit und die Ansprechgruppe werden jeweils nach 7.8 und 7.9.2 uberpruft,
i)
die obige Prufung wird mit der SAE, die mit der Unterdruckuberwachungseinheit ausgestattet ist,
wiederholt.
Diese Prufungen sollten im Rahmen der technischen und wirtschaftlichen Moglichkeiten durchgefuhrt werden.
Sollte es nicht der Fall sein, konnen alternative Verfahren, zum Beispiel wie im Anhang D beschrieben,
Anwendungfinden.
7.16 Visuelle Endkontrolle
7.16.1 Nach der Baumusterpriifung
Nach Abschluss der Prufungen nach 7.5 bis und einschlie&lich 7.15 sowie der Prufungen nach 7.4 und dem
Anhang A, wenn anwendbar, werden die Pruflinge auseinander genommen und uberpruft, urn die Ubereinstimmung mit den in 5.10 festgelegten Anforderungen festzustellen.
49
EN 14382:2005 (D)
7.16.2 Nach den festgelegten Priifungen und der Produktionsiiberwachung
Nach Abschluss der festgelegten Prufungen wird die SAE au&erlich uberpruft. Es durfen keine sichtbaren
Beschadigungen vorhanden sein und die Kennzeichnungen mussen mit den anwendbaren Anleitungen
ubereinstimmen.
8
Dokumentation
8.1
Dokumentation der Baumusterprufung
8.1.1
Fur die Baumusterprufung vorzulegende Dokumentation
Folgende Dokumentation muss zum Zeitpunkt der Durchfuhrung der Baumusterprufung vorliegen:
a)
Fotografien bzw. Prospekte,
b)
Prinzipskizze und dazugehorige Beschreibung,
c)
technische Daten der SAE-Baureihe und eine Liste der zu bestatigenden funktionalen Angaben,
d)
Montagezeichnung der SAE,
e)
Zeichnung mit au&eren Abmessungen,
f)
Zeichnung des Typenschilds,
g)
Festigkeitsberechnung oder Prufbericht fur alle Druck belasteten Teile,
h)
Stuckliste mit Werkstoffbeschreibung aller Teile,
i)
Fertigungszeichnungen aller Druck belasteten Teile und kritischen inneren Teile,
j)
Anleitungen fur Installation, Betrieb und Wartung.
8.1.2
Prufbericht
Uber den erfolgreichen Abschluss der Baumusterprufung wird ein Bericht nach EN ISO/IEC 17025 mit den
Einzelergebnissen der durchgefuhrten Prufungen vorgelegt. Falls alternative Verfahren angewendet werden,
mussen sie in alien Einzelheiten in einem entsprechenden Abschnitt des Prufberichts beschrieben werden.
8.2
Dokumentation nach Kundenwunsch
8.2.1
Bemessungsgleichung
Der Hersteller gibt in der Installationsanleitung oder relevanten Broschure die Bemessungsgleichung sowie
die in maximalen Werten des Produkts (g u X/7 u ) m a x oder in gleichwertiger Form ausgedruckten Betriebsgrenzen an.
Dabei ist
a
Volumenstrom am Flanscheingang in m3/h
Bedingungen),
pu
Dichte des Fluids mit Durchfluss Qn in kg/m3 am Flanscheingang.
in den Betriebsbedingungen (nicht in den normalen
Die Bemessungsgleichung kann derjenigen von Anhang E entsprechen.
50
EN 14382:2005 (D)
8.2.2
Dokumentation auf Anfrage des Kunden
Pruf- und/oder NDT- und/oder Werkstoffbescheinigung nach EN 10204 fur Druck belastete Teile und/oder
Schrauben und Bolzen, wenn anwendbar.
8.2.3
Dokumentation zurSicherheitsabsperreinrichtung
Das Einbau-, Betriebs- und Instandhaltungshandbuch in der Sprache des Bestimmungslandes mit klar
verstandlichen Anweisungen:
zur Information uber die sichere Verwendung der in 9.2 angegebenen Anschlusse sowie der in 9.3
angegebenen Hilfseinrichtungen,
zu den Sicherheitsanforderungen fur die In- und AuGerbetriebnahme,
zu den Sicherheitsanforderungen fur das Gasbefullen und -ausblasen einer SAE,
zu wiederkehrenden Kontrollprufungen,
zu einem Hinweis, ob eine Wartung moglich ist, und zu den entsprechenden Anweisungen,
zu den Daten auf dem Typenschild aufcer Fabrikationsnummer, Herstellungsjahr und spezifischen
Einstellungsbereichen,
zu den Risiken, die sich aus Missbrauch ergeben, und besonders zu den Auslegungsmerkmalen, wenn
zutreffend,
zur Identifizierung der richtigen Ersatzteile,
zur Ansprechzeit,
zur Lagerungsanforderung an die Ersatzteile,
zu einem Hinweis auf die Installation nach EN 12186/EN 12279;
zu einem Hinweis, der zum Ausdruck bringt, dass der Schutz der SAE gegen eine Uberschreitung seines
zulassigen Druckes entfallen kann, wenn bei der vorgeschalteten Gas-Druckregelanlage der
ausgangsseitige Grenzdruck im Storungsfall (MIPd) nichtgro&er als 1,1 x P S ist,
muss jeder SAE oder SAE-Lieferung beigelegt werden.
8.3
Dokumentation zur Uberwachung nach 6.6
8.3.1
Fur die Uberwachung vorzulegende Dokumentation
Fur jede SAE-Baureihe muss der Herstellerfolgende Dokumentation verfugbar haben:
Baumusterprufbericht,
Aufzeichnungen uber zufrieden stellend verlaufene Abnahmen wahrend der Fertigung.
8.3.2
Uberwachungsbericht
Der Uberwachungsbericht muss die Ergebnisse aller durchgefuhrten Prufungen gemalJ 6.6 beinhalten.
51
EN 14382:2005 (D)
9
Kennzeichnung
9.1
Vorgeschriebene Kennzeichnung
Jede SAE muss mit mindestens folgenden Angaben gekennzeichnet sein:
Herstellername und/oder Logo und/oder eingetragene Marke,
Herkunftsstadt und Land des Herstellers,
Typ der Sicherheitsabsperreinrichtung,
EN 14382,
Temperaturklasse (Klasse 1 oder Klasse 2),
Funktionsklasse (Klasse A oder Klasse B),
Fabriknummer,
Baujahr,
Nennweite DN,
NenndruckderFlansche,
zulassiger Druck PS,
Ventilsitzdurchmesser (nur falls verschiedene GroGen zur Verfugung stehen) oder Innenausstattung nach
(EN 60534-1) oder Durchflusskoeffizient,
spezifischerEinstellungsbereich,
maximaler Komponentenbetriebsdruck pmax der abgesicherten Kammer (nur fur Festigkeitsbereich der
SAE),
Leckrateklasse nach EN 1349 (nurfur Sicherheitsabsperrarmaturen),
Warnhinweise, urn auf einen gefahrlichen Missbrauch aufmerksam zu machen,
zusatzliche Kennzeichnung in Ubereinstimmung mit der Bestellspezifikation.
Die Daten mussen unter Verwendung der Symbole dieser Norm angegeben werden.
Die Stromungsrichtung muss durch einen Pfeil auf dem Stellgliedgehause dauerhaft erkennbar angegeben
sein.
Falls ein Typenschild verwendet wird, muss es dauerhaft leserlich und an deutlich sichtbarer Stelle
angebrachtsein.
Die obigen technischen Einzelheiten mussen auch in der Prufbescheinigung enthalten sein (siehe Anhang F).
Wenn zutreffend, muss an die CE-Kennzeichnung Herstellername und/oder Logo und/oder eingetragene
Marke, Seriennummer, Herstellungsjahr, zulassiger Druck, spezifischer Einstellbereich und Betriebstemperaturbereich angefugt werden.
52
EN 14382:2005 (D)
9.2
Kennzeichnung der Anschlusse der Mess-, Abblase - und Atmungsleitungen
Jeder Anschluss muss gekennzeichnetsein mit:
Funktion, z. B. Atmungs-, Mess-, Abblasleitung etc.,
minimaler Nennweite fur die betreffende Leitung.
9.3
Kennzeichnung von Hilfseinrichtungen
Wenn zutreffend, mussen folgende Einrichtungen entsprechend der Bestellspezifikation gekennzeichnetsein:
Druckausgleichleitung,
Wiedereinrasteinrichtung,
manuelle SchlieGeinrichtung.
53
EN 14382:2005 (D)
Anhang A
(informativ)
Eisbildung
A.1 Allgemeines
Diese Anforderungen gelten nur fur SAE, deren Funktion durch eine externe Eisbildung beeintrachtigt sein
konnte.
A2 Anforderungen
Diese SAE sollten so aufgebaut bzw. geschutzt werden, dass negative Einflusse einer Eisbildung durch
Feuchtigkeitsniederschlag vermieden werden.
A 3 Prufungen
Die SAE wird an einer Prufstrecke installiert und der Ansprechdruck wird auf den untersten Wert des
Einstellbereichs gesetzt. Die einschlagigen Prufungen werden nach 7.8 und 7.9.3 wie folgt durchgefuhrt:
a)
die SAE mit geoffnetem Stellglied wird auf die minimale Betriebstemperatur abgekuhlt. Der Wert des
Betriebsdrucks liegt bei ungefahr 50 % von PS,
b)
von oben und seitlich (wie von einer Halbkugel) mit Wasser bespruht, bis sich eine gleichma&ige
Eisschichtgebildethat,
c)
die Umgebungstemperatur wird wieder auf die minimale Betriebstemperatur abgesenkt. Nach der
Temperaturanpassung werden folgende Punkte nach 7.9 und 7.8 durch Anderung des Drucks in der
Messleitung gepruft:
Ansprechdruck,
innere Dichtheit.
Es wird uberpruft, ob die Anforderungen nach 5.2.3 (interne Dichtheit) und 5.3 (Ansprechgruppe) erfullt sind.
54
EN 14382:2005 (D)
Anhang B
(informativ)
Konformitatsbewertung 3)
B.1 Allgemeines
Diese Europaische Norm enthalt die Bedingungen zur Konformitatsbewertung jeder einzelnen SAE. Jedoch
eine Konformitatsbewertung einer kompletten Typreihe von SAE aus einer ProduktionsstraGe erfordert
weitere Elemente wie ein Kontrollsystem der Werksproduktion oder Qualitatssystem, Ma&nahmen fur
Baumusterprufung, Qualifikation und/oder Zertifizierung. Diese Systeme sind unabhangig von der strikten
Konformitatsbewertung einer einzelnen SAE und konnen entweder von der Gesetzgebung oder Regelungen
oder vertraglichen Vereinbarungen vorgeschrieben werden.
Wenn ein geeignetes System eingerichtet ist, ist CEN/TC 235 der Meinung, dass die nachfolgenden Klauseln
Mindestbedingungen zur Konformitatsbewertung einer Reihe von SAE und von denen einer Produktionsstra&e darstellen.
Fur die in Konformitat mit dieser Europaischen Norm zertifizierten SAE sollte der Hersteller eine Konformitatsbewertung in Ubereinstimmung mit B.4 durchfuhren.
Wenn eine Konformitatsbewertung nach der DGR erfolgt, sollte die Konformitatsbewertung nach dieser Norm
die in Anhang ZA angegebenen Anforderungen nicht berucksichtigen. Jedoch kann dieser Anhang als
Leitfaden bei der Konformitatsbewertung nach der DGR betrachtet werden.
B.2. Einfuhrung
Das Zertifizierungsprogramm sollte den Anforderungen dieser Europaischen Norm entsprechen und
festlegen:
ob die Uberwachung nach 6.6 durch die Stelle ausgefuhrt werden kann, die das Qualitatsmanagementsystem des Herstellers zertifiziert hat,
einen zu befolgenden Leitfaden, falls wahrend der Uberwachung Abweichungen, wie in 6.6 aufgelistet,
festgestellt werden,
die Konformitatserklarung nach 5.10 von EN ISO/IEC 17025:2000.
B.3 Verfahren
Die Bewertung der Konformitat sollte enthalten:
die Baumusterprufung nach 6.3. Die Pruflinge sollten so ausgewahlt werden, wie es in 6.4 angegeben ist,
eine Uberwachung alle funf Jahre, wie in 6.6 angegeben. Pruflinge sollten zwei SAE aus jeder
zertifizierten Baureihe sein und stichprobenartig aus der Gesamtproduktion zum Zeitpunkt der Uberwachung im Herstellerwerk ausgewahlt werden.
Die Uberwachung darf von der Stelle durchgefuhrt werden, die das Qualitatsmanagementsystem des
Herstellers zertifiziert hat, sofern dies im Zertifizierungsprogramm fur SAE vorgesehen ist.
Weitere Uberprufungen, die das Qualitatsmanagementsystem des Herstellers betreffen, sollten von der Stelle
vorgenommen werden, welche das Qualitatsmanagementsystem zertifiziert hat.
3) Diesen Empfehlungen liegen die Definitionen nach EN 45020 zugrunde.
55
EN 14382:2005 (D)
B.4 Konformitatsbewertung des Herstellers
Fur jede SAE-Baureihe sollte der Hersteller durchfuhren:
die Prufungen nach Abschnitt 7. Die Pruflinge sollten mindestens so ausgewahlt werden, wie in 6.4
angegeben,
eine standige interne Fertigungskontrolle, die auf einem Qualitatsmanagementsystem nach dem
einschlagigen Teil der Normenreihe EN ISO 9001 beruht. Das Qualitatsmanagementsystem sollte durch
einenDrittenzertifiziertsein.
Der Hersteller sollte au&erdem die
Werkstoffzertifikate aller Druck belasteten Teile,
Berichte uber zerstorungsfreie Prufungen und die Prufbescheinigung
fur einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren, gerechnet vom Zeitpunkt der Auslieferung der SAE,
archivieren.
Eine Kopie dieser Zertifikate sollte dem Kunden auf Anforderung in der Bestellspezifikation zur Verfugung
gestellt werden.
B.5 Ausstellung der Konformitatserklarung
Wenn die SAE-Baureihe dieser Europaischen Norm entspricht, sollte die dritte Stelle eine „Konformitatsbescheinigung" ausstellen.
56
EN 14382:2005 (D)
Anhang C
(informativ)
Druckabfall und Durchflusskoeffizient
C.1 Berechnungsverfahren fur den Druckabfall durch die SAE
Fur eigenstandige SAE ist das Berechnungsverfahren nach folgender Formel durchzufuhren:
?e + 273 Q2 J
A» =
x
x^—xd
cl
163 795 pu + pb
1
Dabei ist
AP
Druckabfall in bar,
Q
Volumenstrom in den normalen Bedingungen m 3 /h,
Cv
Durchflusskoeffizient,
tn
Temperatur des Gases am Eingang der SAE in °C,
Pn
Gasdruck am Eingang der SAE in bar,
Ph
absoluter atmospharischer Druck im Raum in bar,
d
relative Dichte (Luft = 1, dimensionsloser Wert).
C.2 Prufverfahren fur die Berechnung des Durchflusskoeffizienten Cv
a)
Die SAE wird an einer Prufstrecke nach 7.7.7.4.7 der prEN 334:2005 angebracht,
b)
die Prufbedingungen werden
Geschwindigkeit erreicht wird,
c)
der Durchflusskoeffizient wird wie folgt berechnet:
so
ausgewahlt,
dass
am
Eingang
der
SAE
die
hochstmogliche
Q;
dx[tul +273)
Cvi = 404,72
— — x 'VlPui +VUIJPb)xAJ'Pi
Dabei ist
ft
Priifvolumenstrom in den normalen Bedingungen in m3/h,
tni
Pruftemperatur des Fluids am Eingang der SAE gemessen in °C,
Pui
Prufdruck des Fluids gemessen mit dem Volumenstrom Q{ am Eingang der SAE in bar,
APi
mit der Volumenstrom Q{ durch die SAE gemessener Druckabfall in bar,
d
relative Dichte des Pruffluids (Luft = 1, dimensionsloser Wert).
d)
Prufung und Berechnung b) and c) werden in jeweils zwei verschiedenen Betriebsbedingungen, in denen
den Volumenstrom und/oderden Eingangsdruck geandert werden, wiederholt,
e)
Der Volumenstrom wird als arithmetisches Mittel wie folgt berechnet:
cv
cv,+cv2+cv3
3
57
EN 14382:2005 (D)
Anhang D
(informativ)
Alternatives Berechnungsverfahren zur Uberprufung des maximalen
Durchflusses hinsichtlich der Leistung des Schaltgerates
D.1 Prufverfahren
a)
Die SAE wird mit alien beweglichen Teilen und der Uberdruckuberwachungseinheit wie in den normalen
Betriebsbedingungenzusammengebaut,
b)
ohne dass ein Fluid durch das Gehause der SAE flieBt, wird die Kraft Tsl, bei der die erste FlieGerscheinung oder das erste Versagen an einem beweglichen Teil auftritt oder das Stellglied schlieRt,
gemessen,
c)
die obige Prufung wird mit der SAE, die mit der Unterdruckuberwachungseinheit ausgestattet ist,
wiederholt,
d)
7S| wird als der Minimalwert betrachtet, der zum FlieRen/Versagen fuhrt oder die Kraft darstellt, die das
SchlieGen des Stellglieds ermoglicht,
e)
der maximale Volumenstrom am Flanscheingang sollte folgender sein:
Qul< 0,002 826 x D N 2 x
rsl
kxClxAxPvi
Dabei ist
Tsl
gemessene Kraft in N,
A
Betatigungsfeld des Stellglieds hinsichtlich des durch das Gehause der SAE flie&enden Fluids
inm 2 ,
k=3
(wenn unter TA das FlieUen oder Versagen im Schaltgerat auftritt),
k=/\,5
(wenn unter Tsl das Stellglied ohne FlieGen oder Versagen im Schaltgerat schlie&t).
Fur QuX und pul siehe 7.15.
FurC r sieheD.2.
D.2 Prufverfahren fur die Berechnung des dynamischen Koeffizienten C,
Fur die Beschreibung des Prufverfahrens wird auf Bild D.1 Bezug genommen:
a)
die SAE wird mit alien beweglichen Teilen wie in den normalen Betriebsbedingungen zusammengebaut
und an einer Prufstrecke nach 7.7.7.4.7 der EN 334:2005 angebracht. Die externen beweglichen Teile
sind nicht notwendig,
b)
die Kraft (r i t ) auf die Spindel wird mit dem hochstmoglichen Druck und mit drei verschiedenen Werten
des Durchflusses gemessen,
58
EN 14382:2005 (D)
c)
der dynamische Einzelkoeffizient wird fur die drei verschiedenen Werten des Durchflusses wie folgt
berechnet:
Cri
7|t
^XCut|XyCutj
Dabei ist
Tit
gemessene Kraft auf die Spindel in N,
A
inm 2 ,
Betatigungsfeld des Stellglieds hinsichtlich des durch das Gehause der SAE flie&enden Fluids
Cuti
Arti
d)
Geschwindigkeit des Fluids beim Prufvolumenstrom in den Prufbedingungen (nicht in den
normalen Bedingungen) am Flanscheingang in m/s,
Dichte des Pruffluids am Flanscheingang in kg/m3.
Der dynamische Koeffizient der SAE wird als arithmetisches Mittel aus den obigen drei Einzelwerten
berechnet:
Cr
Cn+Cr2+Cr3
3
Legende
1
Eingang
2
Ausgang
3 gemessene Kraft auf die Spindel
Bild D.1
D.3 Berechnungsverfahren fur eine Baureihe von SAE
a)
Die Prufungen werden wie in D.2 mindestens an einem Prufling aus drei Nennweiten einer Baureihe
durchgefuhrt; der Prufling schlie&t die kleinste, gro&te und Durchschnittsnennweite ein,
b)
die Reynolds-Zahl wird fur die Pruflingsnennweiten wie folgt berechnet:
Re
Lxcutixpu n t i
Vt
59
EN 14382:2005 (D)
Dabei ist
L
maximale Mafce des Stellglieds, senkrecht zur Flussrichtung des Fluids, in m,
rh
Geschwindigkeit des Pruffluids in kg ■ s/m2.
c)
Die Kurve Cr = f(Re) wird gezeichnet, wenn der Wert Cr der Pruflingsnennweiten sich in Abhangigkeit der
verschiedenen Nennweiten andert,
d)
die Reynolds-Zahl wird entsprechend Qnl fur die Pruflingsnennweiten wie folgt berechnet:
Re =
Lxculxpul
r)
Dabei ist
Cul Geschwindigkeit des Fluids entsprechend Q^ am Flanscheingang in m/s,
pul
Dichte des Fluids entsprechend & , am Flanscheingang in kg/m3,
n
Viskositat des Fluids entsprechend Qnl in kg ■ s/m2,
Siehe 7.15 fur die Bedeutung von Qnl.
e)
60
Der Wert Cr wird aus der Kurve c) fur jede GroGe des Pruflings extrapoliert, mit als Bezugswert die in d)
berechnete Reynolds-Zahl.
EN 14382:2005 (D)
Anhang E
(informativ)
Bemessungsgleichung
Der Durchfluss einer SAE darf nicht gro&er sein als:
Qmax < 404,72 x C v x 4P„
pu + ph
dx{tu +273)
TA
g m a x <0,76xDN 2 x Pu + Pb x
tu+273 ] kxClxAxpu
je nachdem, welcher kleiner ist, es sei denn, eine Begrenzung des Durchflusses wegen Gerauschen ist
notwendig.
Dabei ist
Qmax
maximaler Volumenstrom in m 3 /h in den normalen Bedingungen,
Cv
Durchflusskoeffizient,
d
relative Dichte (Luft = 1, dimensionsloser Wert),
Pn
Eingangsdruck in bar,
Ph
absoluter atmospharischer Druck im Raum in bar,
APmax
maximaler Druckabfall durch die SAE in bar,
tn
Temperatur des Fluids am Eingang der SAE in °C,
pu
Dichte des Fluids am Flanscheingang kg/m 3 ,
k
Sicherheitskoeffizient, dessen Wert vom Hersteller festzulegen ist. k > 3 (wenn Flie&en oder
Versagen im Schaltgerat unter Tsl auftritt); k > 1,5 (wenn das Stellglied ohne FlieUen oder
Versagen im Schaltgerat unter Tsl schlie&t). Siehe auch Anhang D fur ein besseres Verstandnis.
Siehe Anhang D fur die Bedeutung von Tsl und A.
61
EN 14382:2005 (D)
Anhang F
(informativ)
Prufbescheinigung
Fur Prufbescheinigungen und Konformitatserklarungen darf folgendes Format genommen werden, wenn die
SAE in einen Druckregler integriert ist. Das Format der Bescheinigung entspricht dem Anhang B der
EN 334:2005.
MARKE/NAME DES
HERSTELLERS
Prufbescheinigung 3.1
Konformitatserklarung
Nach EN 10204
Nach EN 45014
Nr.:
DATUM
BAUART
FABRIK-Nr.
ANSCHLUSSE:
DN
PN
Montaqezeichnunq
Zeichnunq mit auli. A b m .
DRUCKBELASTETE TEILE
WERKSTOFFE
BAULANGE.
z
u
s
A
T
Z
E
FUNKTIONSMERKMALE
bar
PS
Zulassiger Druck
bar
Max. Betriebsdruck
Pumax
bis
bar
Spezifischer Einstellbereich fur Uberdruck
Wdso
Spezifischer Einstellbereich fur Druckmangel
bis
bar
Wdsu
mm
ftp
Ventilsitzdurchmesser a
bar
Max. Ladedruck a
Pmax
bar
Max. Stelldruck a
Pmax
S
Ansprechzeit
Temperaturklasse
Funktionsklasse
bar
p dsu
bar (nur wenn bei der Lieferung die Einstellungsschraube besiegelt ist)
Einstellungen: p dso
EINSTUFUNG:
Ansprechdruckgruppe A G
WUAG
Prubar
Zusatzeinrichtungen
Gehausefestigkeit: Stellgliedgehause 1,5 PS (min. PS Kontrollgerat
fung
+ 2)
AufJere Dichtheit: Stellgliedgehause 1,1 PS
Kontrollgerat
bar
Zusatzeinrichtungen
Interne Dichtheit bei 0,1 bar und 1,1 PS
bar
Einstellunq:
bei
bar
bei
bar
bei
bar
Die oben angegebenen Produkte sind in Ubereinstimmung mit EN xxx.
UNTERSCHRIFTDES
VERANTWORTLICHEN
PRUFERS
UNTERSCHRIFTDES
BEVOLLMACHTIGTEN DES
HERSTELLERS
UNTERSCHRIFT DES BEVOLLMACHTIGTEN DES
KUNDENb
(Nur bei Bestatiqunq der Abnahmeprufunq)
a
wenn anwendbar
b
wenn die Abnahmeprufung in Ubereinstimmung mit der festgelegten Bestellspezifikation vorgenommen wird
62
bar
bar
EN 14382:2005 (D)
Anhang G
(informativ)
Bestellspezifikation
G.1 Allgemeines
Die Bestellung von SAE, besonders bei gro&eren Nennweiten, ist von den Anlagenbedingungen, anderen im
Versorgungsnetz bereits vorhandenen SAEs, der Austauschbarkeit und weiteren Faktoren abhangig. Deshalb
durfen zusatzlich zu den Mindestangaben in Ausschreibungen, Angeboten und Bestellspezifikationen uber
diese Norm hinaus gehende Anforderungen gestellt werden.
G.2 Mindestangaben
G.2.1 Ausfuhrungsdetails
direkt wirkend/indirekt wirkend,
einheitlicher/verschiedeneFestigkeitsbereich/e,
Anschlussarten,
zusatzliche Merkmale,
fur Absperreinrichtungen Einstufung (nach EN 1349) entsprechend der internen Dichtheit.
G.2.2 Dimensionierung
Nennweite DN,
Nenndruck PN,
Baulange,
Ventilsitzdurchmesser.
G.2.3 Funktionsverhalten
Einstellbereich oder Sollwert Wdo/Wdu/ Wdso/ Wdsu/pdso/pdsu,
zulassiger Druck PS,
Ansprechdruckgruppe AG,
Betriebstemperaturbereich (Klasse 1 oder 2),
Funktionsklasse (Klasse A oder B).
63
EN 14382:2005 (D)
G.3 Optionale Angaben
Hebevorrichtungen,
Besiegelung der Einstellungseinrichtungen,
manuelle SchlieGeinrichtung,
erweiterterBetriebstemperaturbereich,
Anforderungen zur internen Dichtheit nach EN 1349,
zusatzliche Kennzeichnung,
Prufung nach Anhang A fur Anlagen im Freien (Eisbildung),
maximaler Druckabfall bei vorgegebenen Betriebsbedingungen,
maximaler Ladedruck,
maximaler Stelldruck,
Wiedereinrastdifferenz,
Wiedereinschaltvorrichtung (z. B. abnehmbarer Hebel),
Druckmangel-Abschaltung,
Abnahmeprufung nach Anhang H,
externe Druckausgleichleitung,
einstellbare Ansprechzeit,
spezifische Ansprechzeit und entsprechende Prufungen (nurfur Absperreinrichtungen),
SchlieGkraft,
Prufbescheinigung,
Zertifikat zu den zerstorungsfreien Prufungen,
Werkstoffzertifikate nach EN 10204 fur Druck belastete Teil,
Werkstoffzertifikate nach EN 10204 fur Bolzen und Schrauben,
Sprachfassungen zur Akzeptanz durch den Benutzer.
64
EN 14382:2005 (D)
Anhang H
(informativ)
Abnahmeprufung
Die Prufungen werden an fertig gestellten SAE vom Hersteller in Gegenwart des Bevollmachtigten des
Kunden vor dem Versand vorgenommen werden, falls dies in der Bestellspezifikation so festgelegt ist. Die
Prufungen beinhalten:
Mali- und Sichtkontrolle nach 7.1,
Werkstoffkontrolle nach 7.2,
aufcere Dichtheit nach 7.7,
innere Dichtheit nach 7.8,
Sollwert des Ansprechdrucks bei Raumtemperatur nach 7.9.2.
Falls nicht anders festgelegt, ist die Anzahl der fur die Abnahmeprufung ausgewahlten SAE:
2 SAE fur Lose von 2 bis 4 Stuck,
3 SAE fur Lose von 5 bis 8 Stuck,
4 SAE fur Lose von 9 bis 20 Stuck,
5 SAE fur Lose von 21 bis 30 Stuck,
6 SAE fur Lose von 31 bis 60 Stuck,
10 % 4) fur Lose > 60 Stuck.
Bei Bedarf konnen zusatzliche Prufungen in der Bestellspezifikation festgelegt werden.
4) Aufgerundet auf eine ganze Zahl
65
EN 14382:2005 (D)
Anhang I
(informativ)
UndichtheitamVentilsitz
Dieser Anhang legt eine Reihe von Leckklassen fur den Ventilsitz in Verbindung mit den Anforderungen zur
internen Dichtheit fest.
Wenn in der Bestellspezifikation festgelegt, konnen die Anforderungen zur internen Dichtheit in Ubereinstimmung mit EN 1349 sein. Die Leckklassen werden auf
dem Typenschild,
der Prufbescheinigung
aufgefuhrt.
66
EN 14382:2005 (D)
Anhang J
(informativ)
Werkstoffe
J.1
Werkstoffe aus Stahl fur Druck belastete Teile und innere metallische Trennwande
Alle in Tabelle J.1 aufgelisteten Werkstoffe sind unter Berucksichtigung der relevanten Einschrankungen fur die Auslegung der mit dieser Europaischen
Norm in Ubereinstimmung stehenden Druck belasteten Teile und inneren metallischen Trennwande der Sicherheitseinrichtungen geeignet.
Tabelle J.1 — Werkstoffe aus Stahl fur Druck belastete Teile und innere metallische Trennwande
Werkstoffe
Gruppe
Art
Einschrankungen
Sicherheitseinrichtung
b
Betriebstemperatur
einschlagige Norm
PSmax [PS x DN ] m a x
a
bar x mm
bar
-10 °C bis 60 °C -20 °C bis 60 °C
Druck belastete Teile und innere metallische Wande
S235JR /1.0037 mit Wanddicke < 40 mm, S275JR /1.0044 mit
Wanddicke > 1,5 mm, S355JR/1.0045 mit Wanddicke > 1,5 mm
Walz- und
Schmiedestahl
S235J2G3 /1.0116 & S235J2G4 /1.0117 beide mit
1 mm < Nennwanddicke < 150 mm, S275J2G3 /1.0144 &
S275J2G4 /1.0145 & S355J2G3 /1.0570 alle mit
2,5 mm < Nennwanddicke < 150 mm
S275JO /1.0143 & S355JO /1.0553 beide mit 1,5 mm < Nennwanddicke < 250 mm und zusatzliche Anforderungen KV 27 J
Mittelwert aus 3 und 20 J min bei -20 °C
X
10025
X
100
P235GH /1.0345, P265GH /1.0425, P295GH/1.0481,
P355GH /1.0473 alle mit Wanddicke < 150 mm
10028-2 c
P275NH /1.0487, P355NH /1.0565 mit Wanddicke < 150 mm,
P355NL1 /1.0566 mit 5 mm < Produkt-Wanddicke < 150 mm
Alle Arten
Alle Guteklassen ab P355. bis P 500 mit Produkt-Wanddicke
< 150 mm
Alle austenitischen Stahlbezeichnungen, andere Stahlbezeichnungen mit/A min > 16 % and StoUeigenschaften bei
10028-3 c
X
10028-4 c, 10028-5 c
X
10028-6
c
10028-7 c
X
-
X
X
Temperaturen < - 20 °C
67
DNmax b
mm
EN 14382:2005 (D)
Tabelle J.1 (fortgesetzt)
Werkstoffe
Einschrankungen
Sicherheitseinrichtung
Gruppe
Art
einschlagige Norm
Betriebstemperatur
-10°Cbis60°Ca
-20 °C bis 60 °C
PSmax
bar
[PS x DN b ] m a x
bar x mm
100
-
Druck belastete Teile und innere metallische Wande
25 CrMo4 /1.7218 & 25CrMoS4 /1.7213 beide mit
100 mm < d < 160 mm oder 60 mm < t < 100 mm, 36CrNiMo4 /
1.6511 mit zusatzlichen Anforderungen Amin = 16 %. Alle Arten
mussen zum Abschreck- und Temperverfahren (+QT) und mit
zusatzlichen Anforderungen fur Analyse des Gusseisens
C < 0,25 % oder, wenn 0,25 % < C < 0,40, Ni > 1 %
36CrNiMo4 /1.6511 Abschreck- und Temperverfahren (+QT)
mit zusatzlichen Anforderungen Amin = 16 % und KV 27 J
Mittelwert aus 3 und 20 J min. bei -20 °C
Stahlbezeichnungen Abschreck- und Temperverfahren (+QT)
mit/Amin > 16 % und und mit zusatzlichen Anforderungen fur
Walz- und
Schmiedestahl
Analyse des Gusseisens C < 0,25 %.
Alle austenitischen Stahlbezeichnungen, andere Stahlbezeichnungen longitudinal Amin > 16 % und zusatzliche
Anforderungen KV 27 J Mittelwert aus 3 and 20 J min.
bei -20 °C
DD11 /1.0332, DD12/1.0398, DD13/1.0335
Alle Stahlbezeichnungen fur skin-pass verwendet
S275J2H, S355J2H
P195TR2 /1.0108, P235TR2 /1.0255, P265TR2 /1.0259
P195TR2 /1.0108, P235TR2 /1.0255, P265TR2 /1.0259
mit zusatzlichen Anforderungen KV 27 J Mittelwert aus 3 und
20 J min. bei -20 °C
Alle Stahlbezeichnungen mit/A min > 16 % und zusatzliche Anforderungen KV 27 J Mittelwert aus 3 and 20 J min bei -20 °C
Alle Stahlbezeichnungen
Alle Stahlbezeichnungen
68
X
10083-1 +A1
X
10083-2+ A1
X
10088-3
X
10111
10130
10210-1
X
X
X
X
10216-1c
10222-2 c
c
10222-3
10222-4 c
X
X
X
X
DNmax b
mm
EN 14382:2005 (D)
Tabelle J.1 (fortgesetzt)
Werkstoffe
Einschrankungen
Art
Gruppe
einschlagige Norm
Sicherheitseinrichtung
b
Betriebstemperatur
PS max [PS x DN ] max
a
bar x mm
bar
- 1 0 °C bis 60 °C
- 2 0 °C bis 60 °C
DN m a x b
mm
Druck belastete Teile und innere metallische Wande
Alle Stahlbezeichnungen der martensitischen Art
Alle austenitischen Stahlbezeichnungen, andere Stahlarten
longitudinal A ™ > 16 % mit zusatzlichen Anforderungen KV 27
J Mittelwert aus 3 and 20 J min. bei - 2 0 °C
X
10222-5
X
Alle Stahlbezeichnungen mit longitudinal /Amin > 16 % und mit
zusatzlichen Anforderungen fur Analyse des Gusseisens
C < 0,25 %
10250-2
X
S235J2G3 / 1 . 0 1 1 6 , S355J2G3 / 1 . 0 5 7 0 mit tR < 500 mm
Alle Stahlbezeichnungen mit/A m i n > 16 %
Alle austenitischen Guteklassen
Alle austenitischen Stahlbezeichnungen, andere Stahlbezeichnungen longitudinal Amin
Walz- und
Schmiedestahl
> 16 % und mit zusatzlichen Anforde-
rungen KV 27 J Mittelwert aus 3 und 20 J min bei - 2 0 °C
E235 /1.0308, E275 / 1 . 0 2 2 5 , E315 / 1 . 0 2 3 6 , E355 / 1.0580
E275K2 /1.0456, E355K2 / 1 . 0 9 2 0 , E420J2 /1.0599,
E460K2/1.8891
A 105M mit zusatzlichen Anforderungen fur chemische
Zusammensetzung: C < 0,25 %, A 105N (normalisiert) mit
Harte zwischen 137HB bis 187HB (zusatzliche Anforderungen
S1 und S2.4)
A 106 Guteklasse A, A 106 Klasse B mit zusatzlichen
Anforderungen fur chemische Zusammensetzung:
C < 0,25 % Oder Harte < 187 HB
Arten F5a/F6a Klasse 2 mit zusatzlichen Anforderungen KV
27 J Mittelwert aus 3 und 20 J min. bei - 2 0 °C, Arten F304
und F316
A 234M Klasse WP1 mit zusatzlichen Anforderungen fur
chemische Zusammensetzung: C < 0,25 % und alle ubrig
bleibenden Guteklassen, ausgenommen die Guteklasse W P B
und W P C
X
10250-4
X
X
10272c
X
X
10297-1
A105/A105M
X
A 106
X
A182/A182M
A 234/A 234M
100
-
-
X
X
X
69
EN 14382:2005 (D)
Tabelle J.1 (fortgesetzt)
Werkstoffe
Gruppe
Einschrankungen
Art
einschlagige Norm
Sicherheitseinrichtung
b
Betriebstemperatur
PS max [PS x DN ] max
a
bar x mm
bar
-20 °C bis 60 °C
-10 °C bis 60 °C
DN m a x b
mm
Druck belastete Teile und innere metallische Wande
Alle austenitischen Arten, alle anderen Guteklassen mit/Amin
Walz- und
Schmiedestahl
> 16 % und zusatzliche Anforderungen KV 27 J Mittelwert
aus3und20 Jmin. bei-20°C
A 266 Guteklasse 4 mit zusatzlichen Anforderungen fur
chemische Zusammensetzung: C < 0,25 %
A 276 alle austenitischen Guteklassen
A 333M alle Klassen
A 350M LF2 Klasse 1, LF3, LF5 Klassen 1 & 2,
LF6 Klasse 1 & 2, LF9, LF787 Klassen 2 & 3
A 420M alle Guteklassen
A 516 alle Guteklassen mit KV 27 J Mittelwert aus 3 und 20 J
min. bei -20 °C (zusatzliche Anforderungen t S5)
A 564 H1075 mit zusatzlichen Anforderungen Amin > 16 %
und KV 27 J av. Mittelwert aus 3 und 20 J min. bei -20 °C,
A 564 T630 H1150 und H1150M mit zusatzlichen
Anforderungen KV 27 J Mittelwert aus 3 und 20 J min.
bei -20 °C
A 694 alle Guteklassen 105M mit zusatzlichen
Anforderungen fur chemische Zusammensetzung:
C < 0,25 %
A 694 Gr F60 mit zusatzlichen Anforderungen KV 27 J
Mittelwert aus 3 und 20 J min bei -20 °C
A 707M alle Guteklassen ab L2 bis L8 und alle Klassen
70
A 240
A 266A/ 266M
X
X
A 276
A 333/A 333M
X
A 350/A 350M
X
A 420/A 420M
X
A516/A516M
X
X
100
A 564/564M
X
X
A 694/A694M
X
A 707/A 707M
X
-
EN 14382:2005 (D)
Tabelle J.1 — (fortgesetzt)
Werkstoffe
Einschrankungen
Art
Gruppe
einschlagige Norm
Sicherheitseinrichtung
Betriebstemperatur
[PS xDN b ] max
PS max
a
bar x mm
bar
- 2 0 °C bis 60 °C
- 1 0 °C bis 60 °C
DN m a x b
mm
Druck belastete Teile und innere metallische Wande
Stahlguss
EN 10213-3 c
Alle Stahlbezeichnungen
A 216M Klasse WCA und WCC,
A 216M Klasse WCB mit zusatzlichen
Anforderungen fur chemische Zusammensetzung
C < 0,25 % Oder Harte < 187HB
A 216M WCB mit zusatzlichen Anforderungen
KV 27 J Mittelwert und 20 J min. bei -20 °C
A217 alle Guteklassen
A 217 Klasse CA15 mit zusatzlichen
Anforderungen KV 27 J Mittelwert
aus3und20 Jmin. bei-20°C
Alle austenitischen Arten, alle anderen
Guteklassen mit zusatzlichen Anforderungen
A > 16 % and KV 27 J Mittelwert aus 3
und 20 J min, bei -20 °C
A 352M alle Guteklassen
A 426 alle Guteklasen
A 426 grade CPCA15 mit KV 27 J Mittelwert
aus 3 und 20 J min. bei -20 °C (zusatzliche
Anforderung S 11)
A 451 alle Guteklassen
17-4ph H1100 mit zusatzlichen Anforderungen
/A min > 15 % und KV 27 J Mittelwert aus 3 und
AMS5355
(Aerospace Material Spezifikation)
20 J min. bei -20 °C
Fe G-450
UNI 3158
X
X
A216/A216M
X
X
A217/A217M
X
A351/A351M
X
A 352/A 352M
X
100
-
-
X
A 426
X
A 451
X
X
X
Folgende Anmerkung findet Anwendung auf alle Seiten dieser Tabelle
a
Dieser Werkstoff kann bei Betriebstemperaturen ab -20 °C bis 60 °C, wenn PS < 25 bar, verwendet werden.
b
Fur die Gehause von Hilfsreglern Oder Zusatzeinrichtungen wird hierbei auf deren Eingangsanschliisse verwiesen.
c
Harmonisierte unterstiitzende Normen nach der DGR zur Verfassungszeit.
71
EN 14382:2005 (D)
J.2 Metallische Werkstoffe, abweichend von Stahlwerkstoffen fur Druckbelastete Teile und innere metallische
Trennwande
Alle in Tabelle J.2 aufgelisteten Werkstoffe sind unter Berucksichtigung der relevanten Einschrankungen fur die Auslegung der mit dieser Europaischen
Norm in Ubereinstimmung stehenden Druck belasteten Teile und inneren metallischen Trennwande der Sicherheitseinrichtungen geeignet.
Tabelle J.2 — Metallische Werkstoffe, abweichend von Stahlwerkstoffen fur Druck belastete Teile und innere metallische Trennwande
Einschrankungen
Werkstoffe
Sicherheitseinrichtung
Gruppe
Art
einschlagige Norm
Betriebstemperatur
-10°Cbis60°Ca
- 2 0 °C bis 60 °C
PS max
[PS x DN b ] max
DN m a x b
bar
bar x mm
mm
20
1 500
1 000
50
5 000
300
20
1 000
100
Druck belastete Teile und innere metallische Wande
EN-GJS400-18/EN-JS1020, EN-GJS400-18-LT/
EN-JS1025, EN-GJS400-15 / EN-JS1030,
EN-GJS 400-18U-LT / EN-JS1049
A395M
A 536 Guteklassen 60-40-18 & 65-45-12
A874M
400-18,500-7
420-12
Gusseisen mit
Kugelgrafit
Temperguss
72
EN 1563
X
A 395/A 395M
A 536
A 874/A 874M
ISO 1083
BS 2789
X
X
X
X
X
EN-GJS400-18-LT/ EN-JS1025, EN-GJS-40018U-LT / EN-JS1049 mit Wanddicke < 60 mm
EN-GJS400-15 / EN-JS1030,
EN-GJS-400-18U-RT/ EN-JS1059
mit Wanddicke < 60 mm
400-18L
400-18
A395M
A 536 Guteklasse 60-40-18
Guteklassen 60-40-18, 65-45-12 und 80-55-06
X
EN 1563
X
ISO 1083
ASTM A395/A 395M
ASTM A 536
ASTM A 536
X
X
X
X
X
EN 14382:2005 (D)
Tabelle J.2 (fortgesetzt)
Werkstoffe
Gruppe
Einschrankungen
Sicherheitseinrichtung
Art
einschlagige Norm
Betriebstemperatur
-10°Cbis60°Ca
-20 °C bis 60 °C
PSmax
[PS x DN b ] m a x
DNmax b
bar
bar x mm
mm
100
-
25
20
1 000
100
100
-
25
20
-
50
Druck belastete Teile und innere metallische Wande
Kupfer-ZinkKnetlegierungen
Kupfer-Zinnund KupferZink-Knetlegierungen
Aluminiumknetlegierungen
Alle Werkstoffbezeichnungen mit/A > 15 %
Alle Werkstoffbezeichnungen mit/A > 15 %
Alle Werkstoffbezeichnungen mit/A > 15 %
1652
12164
12165
ASTM B 283 - UNS No C 37700 & 64200
ASTM B 283
X
P-Cu Zn 37 Alle Werkstoffbezeichnungen mit/A > 15 %
P-Cu Zn 33 Alle Werkstoffbezeichnungen mit/A > 15 %
P-Cu Zn 40 Pb 2 Alle Werkstoffbezeichnungen mit A > 15 %
Alle Werkstoffbezeichnungen mit/A >15 %
4892
4894
5705-65
1652
X
Cu Sn5Zn5Pb5-B (CB491K) and CuSn5Zn5Pb5-C (CC491K)
1982c
X
Alle Werkstoffbezeichnungen mit A > 5 %
12844
X
X
X
X
X
X
X
ASTM B 584 all UNS mit Ausdehnung > 15 %
ASTM B 584
X
Alle metallurgischen Zustande & Wanddicke,
bei /Amin > 4 %
485-2
X
Alle metallurgischen Zustande & MaRe,
bei denen
/Amin > 4 %
586-2
754-2
X
Alle metallurgischen Zustande und Wanddicke,
bei denen /Amin > 4 %
755-2
X
Al 99,5
Al Cu 5.5 Pb 0,4 Bi 0,4
Al Si 1 Mg 0,9 Mn 0,7 (6082) in T6 Bedingungen
Al Mg 1 Si 0,6 Cu 0,28 Cr 0,20 (6061) in T6 Bedingungen
9001-2
9002-5
9006-4
9006-2
X
X
X
X
X
73
EN 14382:2005 (D)
Tabelle J.2 (fortgesetzt)
Werkstoffe
Gruppe
Art
Einschrankungen
Sicherheitseinrichtung
einschlagige Norm
Betriebstemperatur
-10°Cbis60°Ca
Druck belastete Tei e und innere metallische Wande
Alle metallurgischen Zustande & Wanddicke, bei denen
485-2
Amin > 7 %
586-2
754-2
X
Alle metallurgischen Zustande & Wanddicke, bei denen
Amin > 7 %
755-2
X
Al Mg 0,5 Si 0,4 Fe 0,2 (6060) in T6 Bedingungen
X
X
9006-2
X
9006-4
X
485-2
X
Alle metallurgischen Zustande & MalJe, bei denen
Amin > 7 %
Alle metallurgischen Zustande & MalJe, bei denen
Amin > 7 %
586-2
754-2
X
755-2
X
Al Mg 0,5 Si 0,4 Fe 0,2 (6060) in T6 Bedingungen
9006-1
X
9006-2
X
9006-4
X
Al Mg 1 Si 0,6 Cu 0,28 Cr 0,20 (6061) in T6 Bedingungen mit
Wanddicke / Nennweitestufe, bei derA > 7 %
Al Si 1 Mg 0,9 Mn 0,7 (6082) in T6 Bedingungen mit
Wanddicke / Nennweitestufe, bei derA > 7 %
Alle metallurgischen Zustande & Wanddicke, bei denen
Amin > 7 %
DNmax b
bar
bar x mm
mm
50
-
50
100
-
25
X
9006-1
Al Mg 1 Si 0,6 Cu 0,28 Cr 0,20 (6061) in T6 Bedingungen mit
Wanddicke / Nennweitestufe, bei derA > 7 %
Al Si 1 Mg 0,9 Mn 0,7 (6082) in T6 Bedingungen mit
Wanddicke / Nennweitestufe, bei derA > 7 %
74
BS 1474
[PS x DN b ] m a x
X
Alle metallurgischen Zustande & MaRe, bei denen
Amin > 7 %
6082
Aluminiumknetlegierungen
-20 °C bis 60 °C
PSmax
X
EN 14382:2005 (D)
Tabelle J.2 (fortgesetzt)
Werkstoffe
Einschrankungen
Sicherheitseinrichtung
Gruppe
Art
einschlagige Norm
Betriebstemperatur
-10°Cbis60°Ca
- 2 0 °C bis 60 °C
PS max
[PS x DN b ] max
DN m a x b
bar
bar x mm
mm
10
250
150
20
1 600
1 000
Druck belastete Teile und innere metallische Wande
Aluminiumgusslegierungen
Alle Legierungsbezeichnungen mit Ausdehnung > 1,5 %
EN 1706
X
Alle Legierungsbezeichnungen mit Ausdehnung > 1,5 %
LM4, LM6, LM 24, LM25,
X
Alle Legierungsbezeichnungen mit Ausdehnung > 4 %
ASTM B85
BS 1490
EN 1706
Alle Legierungsbezeichnungen mit Ausdehnung > 4 %
ASTM B85
X
X
X
Folgende Anmerkungen finden Anwendung auf alle Teile dieser Tabelle.
a
Dieser Werkstoff kann bei Betriebstemperaturen -20 °C bis 60 °C verwendet werden, wenn PS < 25 bar.
b
Fur die Gehause von Hilfsreglern Oder Zusatzeinrichtungen wird hierbei auf deren Eingangsanschliisse verwiesen.
c
Harmonisierte unterstutzende Normen nach der DGR zur Verfassungszeit.
75
EN 14382:2005 (D)
J.3 Werkstoffe fur Zusatzeinrichtungen, eingebaute Steuerungs- und Messleitungen, Anschlusse und
Verbindungselemente
Alle in Tabellen J.1, J.2 und/oder in nachfolgender Tabelle J.3 aufgelisteten Werkstoffe sind unter Berucksichtigung der relevanten Einschrankungen fur
die Auslegung der mit dieser Europaischen Norm in Ubereinstimmung stehenden Zusatzeinrichtungen geeignet. Alle in nachfolgender Tabelle J.3
aufgelisteten Werkstoffe sind unter Berucksichtigung der relevanten Einschrankungen fur die Auslegung der mit dieser Europaischen Norm in
Ubereinstimmung stehenden eingebauten Steuerungs- und Messleitungen sowie Anschlusse und Verbindungselemente der Sicherheitseinrichtungen
geeignet.
Tabelle J.3 — Werkstoffe fur Zusatzeinrichtungen, eingebaute Steuerungs- und Messleitungen, Anschlusse und Verbindungselemente
Werkstoffe
Ausrustungsteil
Art
Einschrankungen
Sicherheitseinrichtung
einschlagige Norm
Betriebstemperatur
-10°Cbis60°C
PS max
[PS x DN b ] max
DN m a x b
-20 °C bis 60 °C
bar
bar x mm
mm
X
100
-
25
X
25
-
-
100
-
-
Zusatzeinrichtung
Verschiedenes
11SMn30/1.0715, 11SMn37 /1.0736, 11SMnPb30 /1.0718,
11 SMnPb37 /1.0737, 35S20 /1.0726, 35SPb20 /1.0756,
36SMn14 /1.0764, 36SMnPb14 /1.0765, 38SMn28 /1.0760,
EN 10277-3 a
38SMnPb28 /10761, 44SMn28 /1.0762, 44SMnPb28 /
1.0763, 46SPb20 /1.0757 und zusatzliche Anforderung /A min
>16%
Pipes
76
Cu999
X6CrNiMoTi17-12-2/1.4571
Alle Guteklassen
Alle Guteklassen
TP 304, TP 304L, TP 316, TP 316L
TP 304, TP 304L, TP 316, TP 316L
TP304
Grade 6
verschraubtes Rohr und Muffenrohr
St 37.4/10255
St 35/1.0308
X 6 C r N i T i 1810/1.4541
eingebaute Steuerungs- und Messleitungen
EN 1057
EN 10088-1
API Spezifikation 5L
A 106
A213/A213M
A 269
A312/A312M
A 333/A 333M
BS 1387
1630
2391-2
17458
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
EN 14382:2005 (D)
Tabelle J.3 (fortgesetzt)
Werkstoffe
Einschrankungen
Sicherheitseinrichtung
Ausrustungsteil
Art
einschlagige Norm
Betriebstemperatur
-10°Cbis60°C
- 2 0 °C bis 60 °C
PS max
[PS x DN b ] max
DN m a x b
bar
bar x mm
mm
100
-
-
50
-
-
100
-
-
Anschliisse
Alle Stahlbezeichnungen mit A m i n > 8 % und mit Wanddicke
lotlose
Verschraubungen
innerhalb der in der Norm festgelegten relevanten Grenzen
Alle Stahlbezeichnungen
Alle Stahlbezeichnungen
All grades
Klasse 10.9
Klasse 10
Alle Legierungsgruppen und Arten mit Amin
Bolzen und
Schrauben
>9%
fur Bolzen und Schrauben
Klasse 4.6, 5.6, 8.8
Guteklassen A2ss, A4ss
Klassen. 5, 8, 9 fur Bolzen
Alle Guteklassen
Alle Guteklassen fur Bolzen
Alle Klassen and Guteklassen
Alle Legierungsgruppen und Arten mit/A m i n > 12 %
fur Bolzen und Schrauben
Alle Legierungsgruppen
Grade 8 fur Bolzen etc.
Grade 8 fur Bolzen
10277-3 a
X
10088-3
X
ISO 8434
ASTM A 420/A 420M
Verbindungselemente
X
X
EN ISO 898-1
EN 20898-2
X
ASTM F 593
X
X
ISO 898-1
ISO 3506
20898-2
A193/A193M
A194/A194M
A 320/A 320M
X
F593
X
F594
X
SAE J429
SAE J995
X
X
X
X
X
X
X
Folgende Anmerkungen finden Anwendung auf alle Teile dieser Tabelle.
a
Harmonisierte unterstutzende Normen nach der DGR zur Verfassungszeit.
b
Fur die Gehause von Hilfsreglern Oder Zusatzeinrichtungen wird hierbei auf deren Eingangsanschliisse verwiesen.
77
EN 14382:2005 (D)
Anhang ZA
(informativ)
Abschnitte in dieser Europaischen Norm, die grundlegende
Anforderungen oder andere Vorgaben von EU-Richtlinien betreffen
Diese Europaische Norm wurde [im Rahmen eines Mandates, das dem CEN von der Europaischen
Kommission und der Europaischen Freihandelszone erteilt wurde, erarbeitet und unterstutzt grundlegende
Anforderungen der EU-Richtlinie 97/23/EC (DGR).
Sobald diese Norm im Amtsblatt der Europaischen Gemeinschaften im Rahmen der betreffenden Richtlinie in
Bezug genommen und in mindestens einem der Mitgliedstaaten als nationale Norm umgesetzt worden ist,
berechtigt die Ubereinstimmung mit den in Tabelle ZA.1 aufgefuhrten Abschnitten dieser Norm innerhalb der
Grenzen des Anwendungsbereichs dieser Norm zu der Annahme, dass eine Ubereinstimmung mit den
entsprechenden grundlegenden Anforderungen der Richtlinie und der zugehorigen EFTA-Vorschriften
gegeben ist.
Tabelle ZA1 —Abschnitte dieser europaischen Norm entsprechend den grundlegenden
Anforderungen der EU-Richtlinie 97/23/EG
Anhang I von DGR
Grundlegende Anforderung
Auslegung auf die erforderliche Belastbarkeit
Abschnitt
2.2.1
Berechnungsverfahren
2.2.3
Experimentelle Auslegungsmethode
Austausch der von VerschleiG betroffenen Teile
Ausrustungsteile mit Sicherheitsfunktion -Auslegung und Herstellung
Fehlsichere Funktionen und Fehlerabschaltung fur SAE der Klasse A
Einrichtungen zur Druckbegrenzung
Vorbereitung der Bauteile
Dauerhafte Werkstoffverbindungen
Zerstorungsfreie Prufungen (Qualifikation des Personals)
Warmebehandlung der gefertigten Werkstoffe
Ruckverfolgbarkeit
Schlussprufung
Druckprufung
Kennzeichnung und Etikettierung
Betriebsanleitung
Werkstoffeigenschaften und chemische Bestandigkeit der Materialien
2.2.4
2.7
2.11.1
Abschnitt
in dieser Norm
4.3.1,4.3.2,4.3.4,
4.3.5, 5.6, 5.8
4.1.10,4.3.1,4.3.2,
4.3.4,4.3.5,4.3.6,
7.12
7.3.2,7.15
4.1.11
4.1.2.2,5.6,5.8
5.1.5
7.7.1,7.8
4.2.1.5
4.2.1.5
4.2.1.6
4.2.1.5
4.2.1.5
6.5
7.5
9.1,9.2,9.3
8.2.3
4.2.1.1
4.2.1.2,4.2.1.4
4.3.5
4.3.6
7.7.1,7.8
7.5
Anhang J.1
Ubereinstimmung der Werkstoffe mit den technischen Spezifikationen
Zulassige Membranspannung
Verbindungsbeiwerte
Kurzzeitige Druckuberschreitung
Schlussprufung - Hydrostatischer Prufdruck
Werkstoffeigenschaftenb
2.11.2
3.1.1
3.1.2
3.1.3
3.1.4
3.1.5
3.2.1
3.2.2
3.3
3.4
4.1 (a), 4.1
(b), 4.2 (a)
4.3
7.1.2
7.2
7.3
7.4
7.5 und 4.1 (a)
ANMERKUNG
Fur die in dieser Norm behandelten SAE mit einheitlichem Festigkeitsbereich, die in einer Druckregelanlage
nach EN 12186 oder EN 12279 verwendet werden, schlieftt diese Tabelle alle anwendbaren, im Anhang I der DGR aufgelisteten
grundlegenden Anforderungen ein, jedoch mit Ausnahme der Bestandigkeit gegen Umwelteinflusse im Falle einer Korrosion.
WARNHINWEIS: Fur Produkte, die in den Anwendungsbereich dieser Norm fallen, konnen weitere
Anforderungen und weitere EU-Richtlinien anwendbarsein.
78
EN 14382:2005 (D)
Literaturhinweise
[1]
EN 437, Prufgase — Prufdrucke — Geratekategorien
[2]
EN 1092-1, Flansche und ihre Verbindungen — Runde Flansche fur Rohre, Armaturen, Formstucke
undZubehor — Teil 1: Stahlflansche, nach PN bezeichnet
[3]
EN 1092-2, Flansche und ihre Verbindungen — Runde Flansche fur Rohre, Armaturen, Formstucke
undZubehor— Teil 2: Gusseisenflansche, nach PN bezeichnet
[4]
En 1092-3, Runde Flansche fur Rohre, Armaturen, Formstucke und Zubehor — Teil 3: Flansche aus
Kupferlegierungen und Verbundwerkstoffen
[5]
EN 1092-4, Runde Flansche fur Rohre, Armaturen, Formstucke und Zubehor— Teil 4: Flansche aus
Aluminiumlegierung
[6]
EN 1759-1, Flansche und ihre Verbindungen — Runde Flansche fur Rohre, Armaturen, Formstucke
undZubehor, nach Class bezeichnet - Teil 1: Stahlflansche
[7]
EN 1759-3, Flansche und ihre Verbindungen — Runde Flansche fur Rohre, Armaturen, Formstucke
undZubehor, nach Class bezeichnet— Teil 3: Flansche aus Kupferlegierungen
[8]
EN 1759-4, Flansche und ihre Verbindungen — Runde Flansche fur Rohre, Armaturen, Formstucke
und Zubehor, nach Class bezeichnet — Teil 4: Flansche aus Aluminiumlegierung
[9]
EN 10002-1, Metallische Werkstoffe — Zugversuch — Teil 1: Prufverfahren bei Raumtemperatur
[10]
EN 10226-1, Rohrgewinde fur im Gewinde dichtende Verbindungen — TeiH: Made und Toleranzen
[11]
EN 10226-2, Rohrgewinde fur im Gewinde dichtende Verbindungen — Teil2: kegelige Auflengewinde
undkegelige Innengewinde
[12]
prEN 12516-1, Industriearmaturen — Gehausefestigkeit — Teil 1: Tabellenverfahren fur drucktragende
Gehause von Armaturen aus Stahl
[13]
EN 12516-2, Industriearmaturen — Gehausefestigkeit
tragende Gehause von Armaturen aus Stahl
[14]
prEN 12516-4, Industriearmaturen — Gehausefestigkeit — Teil 4: Berechnungsverfahren fur drucktragende Gehause von Armaturen aus metallischen Werkstoffen, abweichend von Stahl
[15]
EN 12732:1999, Gasversorgungssysteme — Schweiflen von Rohrleitungen aus Stahl — Funktionale
Anforderungen
[16]
EN 13787, elastomere fur
Eingangsdrucke bis 100bar
[17]
EN 45011, Allgemeine Anforderungen an Stellen, die Produktzertifizierungssysteme betreiben (ISO/IEC
Guide 65:1996)
[18]
EN 45014, Allgemeine Kriterien fur Konformitatserklarungen von Anbietern (ISO/IEC Guide 22:1996)
[19]
EN 45020, Normung und damit zusammenhangende Tatigkeiten
Guide 2:1996)
[20]
EN ISO 1518, Beschichtungsstoffe — Ritzprufung (ISO 1518:1992)
[21]
EN ISO 2409, Lacke und Anstrichstoffe — Gitterschnittprufung (ISO 2409:1992)
Teil 2: Berechnungsverfahren fur druck-
Gas-Druckregelgerate und zugehorige
Sicherheitseinrichtungen fur
Allgemeine Begriffe (ISO/IEC
79
EN 14382:2005 (D)
[22]
EN ISO 6708, Rohrleitungsteile — Definition und Auswahl von DN (Nennweite) (ISO 6708:1995)
[23]
EN ISO 9001, Qualitatsmanagementsysteme — Anforderungen (ISO 9001:2000)
[24]
EN 60534-3-1:2000, Stellventile fur die Prozessregelung — Teil 3-1: Abmessungen; Einbaulange von
geflanschten Durchgangsventilen und geflanschten Eckventilen (IEC 60534-3-1:2000)
[25]
EN 60534-3-1:2000, Stellventile fur die Prozessregelung — Teil 3-1: Abmessungen; Einbaulange von
drehenden Stellventilen mit Ausnahme von Klappen (IEC 60534-3-2:2001)
[26]
ISO 37, Rubber, vulcanized — Determination of tensile stress-strain properties
[27]
ISO 48, Vulcanized rubbers — Determination of hardness (Hardness between 30 and 85IRHD)
[28]
ISO 148, Steel — Charpy impact test (V-notch)
[29]
ISO 188, Rubber, vulcanized — Accelerated ageing or heat-resistance tests
[30]
ISO 815, Rubber, vulcanized or thermoplastic — Determination of compression set at ambient, elevated
or low temperatures
[31]
IS01431-1, Rubber, vulcanized or thermoplastic — Resistance to ozone cracking — Part 1: Static
strain test
[32]
ISO 5752, Metal valves for use in flanges pipe systems — Face-to-face and centre-to-face dimensions
[33]
IEC 60534-3, Stellventile fur die Prozessregelung — Teil 3: Abmessungen; Einbaulange von
geflanschten Durchgangsventilen und geflanschten Eckventilen
80
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